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Global: Neuer UN-Bericht – Vergewaltigungen von Kindern um 70 Prozent gestiegen

Meldung vom 23.06.2021

Die Zahlen sind alarmierend: Fast 20.000 Kinder in umkämpften Regionen weltweit wurden im Corona-Jahr 2020 Ziel von Gewalt. Vor allem die Zahl von Entführungen und Vergewaltigungen sind nach UN-Angaben in die Höhe geschnellt.

Die Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Auseinandersetzungen ist nach Befunden der Vereinten Nationen im Jahr 2020 weiterhin auf dem Vormarsch. Kindesentführungen seien im Vergleich zum Vorjahr um 90 Prozent gestiegen, Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch von Kindern um 70 Prozent, lautete es in dem Bericht, der am Montag (21.06.2021) veröffentlicht und von UN-Generalsekretär António Guterres unterzeichnet wurde. Die Länder, in denen Kinder die meiste Gewalt erleben mussten, waren demnach Afghanistan, Syrien, der Jemen und Somalia.

Die UN-Beauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Virginia Gamba, erklärte: „Die Kriege der Erwachsenen haben 2020 erneut die Kindheit von Millionen von Mädchen und Jungen zerstört.“ Die Zahl der „schweren Verstöße“ musste man dem Bericht zufolge mit 26.425 als „alarmierend hoch“ bewerten.

Insgesamt habe man im vergangenen Jahr brutale Übergriffe auf mehr als 19.300 Mädchen und Jungen in Konflikten registriert, teilte Gambas Büro mit. In 8.400 Fällen seien Kinder umgebracht oder verstümmelt worden. Nahezu 7.000 Minderjährige seien zu Kindersoldaten rekrutiert oder anderweitig im Krieg eingesetzt worden. Dies ließ sich besonders für Somalia, Syrien und Myanmar sowie die Demokratische Republik Kongo und die Nachbar-Republik Kongo belegen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bemängelte unterdessen, dass das UN-Büro u.a. Saudi-Arabien für seinen Umgang mit Kindern nicht auf die sogenannte Schwarze Liste im Anhang des Berichts gesetzt habe, obwohl die Verbrechen in dem Report dokumentiert seien. UN-Generalsekretär António Guterres' „wiederholtes Versäumnis, seine Liste auf die eigenen Beweise der Vereinten Nationen zu stützen, verrät Kinder und fördert die Straflosigkeit“, betonte Human Rights Watch. Jo Becker von der Organisation beschuldigte den UN-Generalsekretär, „Kriegsparteien, die in den Tod und die Verstümmelung von Kindern verwickelt sind“, ungehindert weiter agieren zu lassen.

Auch die Beobachtungsliste für Kinder und bewaffnete Konflikte machte darauf aufmerksam, dass die Militärkoalition im Jemen, die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angeführt wird, in dem Bericht nicht erwähnt würde. Die Vereinten Nationen selbst hatten dem Bündnis im vergangenen Jahr die Tötung oder Verletzung von 194 Kindern zugeschrieben.




Quelle:  „Deutsche Welle“, dw-world.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Kinder, UN-Bericht, Kinderrechte, Gewalt gegen Kinder, Konflikte, Kriege, António Guterres, Corona, 2020, Vergewaltigungen, Entführungen, Kindersoldaten, Zwangsrekrutierungen, Afghanistan, Syrien, Jemen, Somalia