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Mexiko: Abschiebung – Flüchtlinge aus Haiti campieren unter Brücken

 
Meldung vom 29.09.2021

Flüchtlinge aus Haiti versuchen in den letzten Tagen vermehrt, über Mexiko in die USA zu gelangen. Die Lebensumstände in Haiti haben sich in den letzten Monaten mit der politischen Instabilität und dem verheerenden Erdbeben im August weiter drastisch verschlechtert. Die Menschen campieren unter Brücken und in Parks. Die mexikanische Regierung hat deswegen damit begonnen, die Migranten abzuschieben und zurückzufliegen. Mit einem ersten Flug wurden 70 Menschen nach Port-au-Prince gebracht.

Die Einwanderungsbehörde des Landes versicherte, es handele sich um eine Aktion in Übereinstimmung mit der haitianischen Regierung. Die Betroffenen hätten sich freiwillig für die Rückkehr in ihre Heimat bereit erklärt.

In der vergangenen Woche hatten US-Beamte ein provisorisches Camp unter einer Brücke im texanischen Del Rio an der Grenze zu Mexiko aufgelöst, in dem sich rund 15.000 Migranten scharten. Es handelte sich vor allem um Haitianer, von denen viele bereits vor Jahren in die südamerikanische Länder Chile und Brasilien eingewandert waren. Wegen Armut, Gewalt, Diskriminierung und Perspektivlosigkeit dort, aber auch wegen der Hoffnung, unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden günstigere Einreisebedingungen vorzufinden, reisten sie nach Norden.

Für Aufregung sorgte das aggressive Vorgehen von US-Grenzschützern auf Pferden gegen die Migranten am Grenzfluss Rio Grande. Mehr als 4.000 der Haitianer aus dem Lager wurden von den USA in den vergangenen Tagen nach Haiti abgeschoben – ohne ihnen die Möglichkeit einzuräumen, Asyl zu beantragen. Weitere Tausende Menschen aus dem Karibikstaat sind nach Mexiko umgekehrt, um einer Abschiebung durch die USA nach Haiti zu entgehen.

Im Süden Mexikos sitzen zudem zehntausende Migranten fest, darunter viele Haitianer, weil mexikanische Soldaten ihnen den Weg in Richtung USA versperren. In der Grenzstadt Tapachula wurde ein Stadion zweckentfremdet, um dort Asylanträge zu bearbeiten. Man werde täglich im Durchschnitt die Anträge von 2.000 Schutzsuchenden aus Zentralamerika, der Karibik und Afrika prüfen, erklärte die Leiterin der staatlichen mexikanischen Flüchtlingskommission Comar, Alma Delia Cruz, laut lokalen Medienberichten.

In der Region waren in den vergangenen Wochen mehrere Migranten-Karawanen auseinander getrieben worden, die in Richtung USA zogen. Viele Menschen halten nun nach anderen Wegen Ausschau, um die guatemaltekisch-mexikanische Grenze zu überqueren.

In der mexikanischen Stadt Acuña direkt an der Grenze zum US-Staat Texas haben Truppen der mexikanischen Nationalgarde und Beamte der Einwanderungsbehörde hunderte Haitianer bei nächtlichen Razzien festgenommen. Die Haitianer lagerten sich in den Parks der Stadt, einige waren in Hotels untergekommen.

Sie wollen alle in die USA. Nicht jeder in der Grenzstadt Acuña stand hinter den Razzien. Raul Almaguer beispielsweise kritisiert die Vorgehensweise der mexikanischen Behörden: „Wie sie die Kinder aus dem Hotel gezogen haben, das war unmenschlich. Wie sie sie misshandelten. Acuña zeigt da wirklich keine Menschlichkeit gegenüber diesen Menschen.“






Quelle:  „Deutsche Welle“, dw-world.de

Schlagwörter: Mexiko, Flüchtlinge, Haiti, Migranten, Migration, Abschiebung, Flüge, Port-au-Prince, Einwanderung, USA, Joe Biden, Asyl, Asylanträge, Grenze, Tapachula, Rio Grande