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Haiti: Interims-Premierminister Ariel Henry entgeht knapp einem Attentat

Meldung vom 05.01.2022

In der haitianischen Stadt Gonaïves musste sich der Interims-Premierminister Ariel Henry am Samstag (01.01.2022) vor Schüssen in Sicherheit bringen. Es kam zu einem Feuergefecht zwischen Angreifern und Sicherheitskräften. Es gibt aber auch Beobachter, die das bezweifeln: Der frühere amerikanische Gesandte für Haiti nennt den Angriff ein „Fake-Attentat“ auf Regierungschef Henry und spricht von einer Inszenierung.

Haitis übergangsweise amtierender Premierminister Ariel Henry ist nach eigenen Angaben nur knapp einem Attentat entronnen. Henry war am Samstag bei einem Gedenkgottesdienst zum 218. Jahrestag der Unabhängigkeit Haitis in der nördlichen Stadt Gonaïves zugegen. Videoaufnahmen dokumentieren, dass es beim Verlassen der Kirche zu einem Schusswechsel kommt. Einzelne Schüsse sowie mehrere Maschinengewehrsalven sind hörbar.

Henrys Sicherheitsbeamte stellen sich daraufhin schützend vor den Premierminister und eskortieren ihn zu seinem gepanzerten Wagen. Laut Medienberichten ist eine Person bei dem Schusswechsel ums Leben gekommen, zwei weitere erlitten Schusswunden. Henrys Büro gab bekannt, „Banditen und Terroristen“ hätten versucht, den Premierminister zu ermorden.

Es sollen auch Schüsse auf seinen Konvoi abgegeben worden sein. Mehrere Haftbefehle seien ausgestellt worden. Augenzeugen meldeten, dass es bereits zu Waffengewalt rund um die Kirche gekommen sei, während Henry sich noch im Gottesdienst befand.

Ursprünglich hatte Henry vor, im Anschluss an den Kirchgang eine Ansprache zum Unabhängigkeitstag auf der zentralen Place d’Armes zu halten. Diese wurde jedoch annulliert. In der Stadt hatte der Anführer der Unabhängigkeitsbewegung gegen die französische Kolonialmacht, Jean-Jacques Dessalines, am 1. Januar 1804 die Unabhängigkeit Haitis erklärt.

Im Vorfeld der Unabhängigkeitsfeier hatten kriminelle Banden Henry für den Fall, dass er nach Gonaïves kommt, bereits bedroht. Am Freitag hatten Bewaffnete gemäß Medienberichten versucht, die Place d’Armes zu besetzen. Die Arbeiten zur Errichtung des Podiums, von dem aus Henry am Samstag reden wollte, mussten daraufhin eingestellt werden. Aus Reihen der Zivilgesellschaft sei Henry gebeten worden, nicht in die Stadt zu reisen, um keine Gewalt zu provozieren.

Der ehemalige Haiti-Beauftragte der amerikanischen Regierung, Daniel Foote, erhob allerdings schwere Vorwürfe gegen Henry. Entgegen allen Bitten und Ratschlägen, nicht in Gonaïves in Erscheinung zu treten, habe der Premierminister auf den Besuch bestanden. Es habe sich um „ein gefaktes Attentat auf einen Fake-Premierminister“ gehandelt, kritisierte Foote. Zuvor hatte Foote in den sozialen Medien die Gewalt in Gonaïves als „vorhersehbar“ bezeichnet. Aber Henry habe sich trotzdem dazu entschieden, dass „die Show weitergehen müsse“.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Neue Zürcher Zeitung, NZZ Online“, nzz.ch

Schlagwörter: Haiti, Attentat, Ariel Henry, Schusswechsel, Kirche, Gedenkgottesdienst, Tag der Unabhängigkeit, Unabhängigkeit, Gonaïves, Mord, Premierminister, Gewalt, Chaos, kriminelle Banden