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Kenia: Die schlimmste Dürre seit 40 Jahren

Meldung vom 10.01.2022

Über den Nordosten Kenias lagert sich eine sengende Hitze. Brunnen trocknen aus, sauberes Trinkwasser wird immer schwerer zu finden. Die Ernte verdorrt, und das Vieh verendet. Vor allem Kleinbauern haben durch die anhaltende Dürre alles verloren und stehen vor dem Nichts. Die Zahl der Kinder, die sich jeden Abend mit knurrendem Magen schlafen legen, steigt.

Der Boden besteht nur noch aus orangefarbenem Staub, es herrscht 38 Grad, eine unerträgliche Hitze hält den Nordosten Kenias fest im Griff. Und das seit Monaten. Längst sind die Brunnen ausgetrocknet, Trinkwasser ist eine so begehrte Ressource, dass Kämpfe an den wenigen verbliebenen Wasserquellen ausgebrochen sind, wie die Nomadenfamilien berichten.

Die diesjährige Ernte ist vernichtet, es gibt viel zu wenig Nahrung. Auch die Tiere hungern, und so stirbt immer mehr Vieh der Bauern. Vor allem Kleinbauern in den nordöstlichen Dürreregionen Kenias haben keinerlei Einkommen mehr. Die Familien wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll. Zu allem Elend kommt noch die Corona-Pandemie hinzu. In dem Dorf Shataabaq berichten die Familien über ihr Leid.

Ahmed Abdi lebt mit seiner Frau und seinen sieben Kinder in einer Hütte. Die Familie ist eine Nomaden-Familie und lebt von den Tieren. Besonders Tochter Sairuq liebt das Kälbchen Gutu und hat Sorge, das Kälbchen könne verhungern und sterben, wie die anderen Kühe, die die Familie einmal besaß. Ahmed sagt, dass er eine so schwere Dürre in den 73 Jahren seines Lebens noch nicht erlebt hat.

Die Dürre stürzt die Familien im nordöstlichen Kenia mit voller Wucht ins Elend. „Wir beten jeden Tag, dass es endlich anfängt zu regnen“, meint Ahmed. Doch der Regen lässt seit vielen Monaten auf sich warten – auch davor gab es viel zu wenig Regen. Vor der Dürre hütete Ahmed Abdi 200 Rinder, 150 Ziegen und Schafe sowie sechs Esel. Die Familie war wohlauf und sie konnten von dem Verkauf der Tiere und der Landwirtschaft leben, erzählen sie. Jetzt haben nur noch 15 Rinder überlebt, zudem insgesamt 50 Schafe und Ziegen und ein Esel. Die Familie ist am Ende ihrer Kraft.

Die Hilfeschreie der Menschen dort werden immer eindringlicher. In Kenia fristet fast die Hälfte der Bevölkerung ein Dasein unterhalb der Armutsgrenze. Anhaltende Dürren mit der Gefahr von Ernteausfällen kommen in Ostafrika immer häufiger und in immer kürzeren Abständen vor. Vor allem Neugeborene und Kleinkinder sind dann von einer darauf folgenden Hungerkrise bedroht.

Die Corona-Pandemie hat durch weggefallene Arbeitsmöglichkeiten die Krise weiter verschärft. Zusammen mit dem sich verändernden Klima ist das ein tödlicher Cocktail. Die Ernährungssituation der Mädchen und Jungen ist mehr als mangelhaft. Ahmed selbst weiß wenig über das Phänomen Klimawandel. Er sagt, manche Regierungsvertreter, die sein Dorf besuchten, haben darüber schon einmal geredet, doch er als Muslim glaubt, dass Gott die Menschen mit der Trockenheit für die vielen Kriege überall auf der Welt bestrafen will.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Unicef“, unicef.de

Schlagwörter: Kenia, Dürre, Wasser, Ressource, Ressourcen-Krieg, Brunnen, Wasserkrieg, Nomaden, Tiere, Ernte, Hunger, Ernteausfälle, Vieh, Corona, Pandemie, Covid-19, Armut, Kinder, Hungerkrise