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Haiti: Straßenkrieg in Port-au-Prince

Meldung vom 18.07.2022

Kämpfe zwischen Banden in Stadtvierteln von Port-au-Prince verschlechtern die Sicherheitslage in dem instabilen Inselstaat. Allein zwischen Ende April und Anfang Mai 2022 wurden fast 200 Personen getötet, unter ihnen auch Kinder.

Es wurden auch mehr als 50 Verletzte gezählt, berichtete unter anderen die Zeitung Le Nouvelliste unter Berufung auf den Übergangsvorsteher des Armenviertels Cité Soleil, Joël Janéus.

Laut den Berichten gehe dort die berüchtigte Bande G9, angeführt von dem Ex-Polizisten Jimmy „Barbecue“ Cherizier, gegen Rivalen vor. Die meisten der Opfer wurden demnach den Verbrechergruppen zugeordnet. Die genaue Opferzahl sei schwer zu bestimmen, da die Toten verbrannt würden, so der Wortlaut von Janéus. In der Cité Soleil sei keine ständige Polizeipräsenz.

Die Bandenkämpfe und Straßengefechte machen das Leben der Hauptstadt-Bewohner sehr schwer. Tausende Menschen mussten aus ihrem Heim fliehen. Das örtliche UN-Büro schlug Alarm: Wegen der Gewalt könnten sich 1,5 Millionen Menschen in Port-au-Prince nicht mehr frei bewegen. Humanitäre Helfer müssten sofort Zugang bekommen, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medikamenten aufrecht zu erhalten.

Auch die Entführungen nehmen derzeit weiter zu. Obwohl es eine hohe Dunkelziffer gibt, seien in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 540 Entführungen registriert worden, lautete es in einem Bericht des UN-Generalsekretärs vom Juni 2022. Allein im Mai seien 198 Entführungen und 201 Morde zu beklagen gewesen. Neben der Gewalt destabilisieren die Banden auch die lokale Wirtschaft durch Erpressung und illegale Schutzgeld-Forderungen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Neue Zürcher Zeitung, NZZ Online“, nzz.ch

Schlagwörter: Haiti, Banden, Kriminalität, Gefechte, Straßenkämpfe, Port-au-Prince, Erpressung, Schutzgeld, Entführungen, Gewalt, Sicherheitslage