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Mexiko: Hitze, Dürre, Wassermangel – Im Norden darf kein Bier mehr gebraut werden

Meldung vom 10.08.2022

Mexiko leidet unter einer Jahrhundert-Hitze. Die Regierung muss scharfe Maßnahmen treffen, um dem Wassermangel zu begegnen. Das bedeutet vor allem, dass die großen Industriestätten ihren Wasserkonsum drosseln müssen. Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat jetzt den Brauereien im Norden des Landes untersagt, weiter dort Bier zu brauen. Die Produktion soll verlagert werden.

Die mexikanische Regierung werde die Unternehmen unterstützen, wenn sie die Produktion in den Südosten des Landes umsiedeln, hieß es. Große Brauereien wie Heineken und Anheuser-Busch InBev unterhalten Anlagen im Norden. Aber auch Probleme in den Lieferketten machen der mexikanischen Bierbranche aktuell zu schaffen.

In den Regionen, in denen akuter Wassermangel herrsche, werde es auch keine Erlaubnis mehr für Bierproduktion geben. „Das soll nicht heißen, dass wir kein Bier mehr herstellen werden, sondern dass wir im Norden kein Bier mehr herstellen werden – das ist vorbei“, sagte Lopez Obrador auf einer täglichen Pressekonferenz. „Wenn sie weiterhin Bier produzieren wollen und die Produktion steigern wollen, dann gibt es die ganze Unterstützung für den Süden oder Südosten.“

Mit seinem Vorstoß antwortet der mexikanische Präsident wohl auch auf Vorwürfe der Bevölkerung, dass er Großkonzerne bevorteile. Nach Recherchen der mexikanischen Plattform Poplab wird den großen Industrien insgesamt doppelt so viel Wasser wie den Privathaushalten zugestanden. Der aktuelle Wassermangel in der Bevölkerung offenbare darum nicht nur eine Klima-, sondern auch eine Politikkrise, da große Getränkehersteller nach wie vor nicht den Wasserhahn abgedreht bekommen, während das Wasser für Privatbürger rationiert wird.

In der Stadt Monterrey, Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo Leon, fließt das Wasser für Privathaushalte bereits seit Wochen nur noch für bestimmte Stunden. Die Regierung hat dort den Wassernotstand ausgerufen. Die zweitgrößte Stadt Mexikos ist auch als wichtigste Industriemetropole des Landes bekannt. Ende Juli bot Heineken an, 20 Prozent seiner Wasserrechte in Monterrey abzutreten und einen Brunnen zu spenden, während die Stadt sich bemüht, die Krise in den Griff zu bekommen. „Man kann keine Genehmigungen an Orten erteilen, an denen es kein Wasser gibt“, betonte Lopez Obrador nochmals. „Also werden wir eingreifen, und dafür ist der Staat da.“

Lopez Obrador hatte zuvor die zahlreichen bekannten Bierunternehmen, die in Mexiko herstellen, zur Kooperation aufgerufen. Das Land in Nordamerika stemmt Daten der Vereinten Nationen zufolge den größten Bierexport der Welt. Im vergangenen Jahr bezifferten sich die Einnahmen für Ausfuhren umgerechnet auf rund fünf Milliarden Euro. Besonders in den USA wird mexikanisches Bier, etwa die Marke Corona, gerne getrunken – 85 Prozent der Einnahmen mexikanischer Exporte werden in den USA generiert.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ORF“, orf.at

Schlagwörter: Mexiko, Wasser, Hitze, Dürre, Wassermangel, Ressourece, Ressourcenkrieg, Bier, Bierbrauerei, Rationierung, Wasserhahn, Klima, Klimawandel, Andres Manuel Lopez Obrador, Heineken, Corona, Export, USA