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Gibt es jemanden, der für Sie ein wahrer Held oder eine wahre Heldin ist? Ich denke da gerade an Angelina aus dem Südsudan.

Ihre Name sagt schon alles über sie aus: Sie ist wie ein Engel. Die junge Mutter von fünf Kindern hat ein sanftes und freundliches Wesen. Doch wenn man genau hinschaut, kann man sehen, dass sich dahinter sehr viel Leid verbirgt. Angelina hat in ihrem jungen Leben Dinge erlebt, die wir uns hier nicht einmal ansatzweise vorstellen können.

Als ihre Heimatstadt von bewaffneten Männern gestürmt, geplündert und niedergebrannt wurde, flüchtete die junge Mutter gerade noch rechtzeitig mit ihren Kindern in ein schwer zugängliches Sumpfgebiet...
 Südsudan

Bonn, den 13.11.2020

Liebe Freundin, lieber Freund von Gebende Hände,

gibt es jemanden, der für Sie ein wahrer Held oder eine wahre Heldin ist? Ich denke da gerade an Angelina aus dem Südsudan. Die junge Mutter von fünf Kindern hat ein sanftes und freundliches Wesen; wenn sie lacht, lacht das ganze Gesicht und ihre Augen strahlen Zuversicht und Hoffnung aus. Doch wenn man genau hinschaut, kann man sehen, dass sich hinter diesem mitreißenden Lächeln fürchterliches Leid verbirgt …

Angelina hat in ihrem jungen Leben Dinge erlebt, die wir uns hier nicht einmal ansatzweise vorstellen können: Als ihre Heimatstadt von bewaffneten Männern gestürmt, geplündert und niedergebrannt wurde, flüchtete die junge Mutter gerade noch rechtzeitig mit ihren Kindern an der Hand in ein schwer zugängliches Sumpfgebiet. Monatelang versteckte sich die Familie dort und versuchte, in den unwirtlichen Sümpfen zu überleben.

Gegen den brennenden Durst gab es nur schlammiges, braunes Wasser. Mit rohem Fisch, Blättern und Pflanzenwurzeln versuchte Angelina, den wachsenden Hunger ihrer Kinder zu stillen. Ständig wurden sie von Moskitos gestochen, die die tödliche Malaria übertragen.

Nach drei quälend langen Monaten im Sumpf wagte sich die junge Mutter zurück in ihre Heimatstadt. Besonders die Kinder waren dem Tod näher als dem Leben. Ausgemergelt und gezeichnet vom Überlebenskampf im Sumpf, versuchte ihre Mutter, ihnen ein neues Leben aufzubauen. Aus Holzresten und Palmenblättern errichtete sie ihren Kindern eine einfache Hütte, doch alle Hoffnung wurde zerstört, als erneut Bewaffnete die Kleinstadt stürmten, mordeten und brandschatzten.

Wieder musste Angelina in die Sümpfe fliehen. Wieder versuchte sie, zu überleben. Und wieder traute sie sich nach monatelangem Martyrium zurück in ihre Heimatstadt – wo sie auf unseren Projektleiter Derek H. traf. Eine schicksalhafte Begegnung …

Derek und sein Helferteam versorgten die hilfsbedürftige Familie mit dem Nötigsten, gaben ihnen zu essen und zu trinken. Tränen der Erleichterung flossen über Angelinas ausgezehrtes Gesicht; zum ersten Mal seit Monaten reichte ihr jemand eine helfende Hand, die sie dankbar annahm. Bis heute hat Derek den Moment, in dem er Angelina kennenlernte, nicht vergessen:

"Ich konnte Angelinas Anblick kaum ertragen, so krank und abgemagert war sie. Doch ich konnte meine Augen auch nicht abwenden, denn in diesem schwachen Körper wohnte ein starker und tapferer Geist – und das konnte man in ihren Augen deutlich sehen!"

Angelina hat trotz all der traumatischen Erlebnisse nie die Hoffnung verloren. Doch nicht nur das – die bittere Not und das Leid in ihrem Land lassen Angelina einfach nicht los. Und so bringt sie sich bis heute immer wieder selbst in Gefahr, um anderen zu helfen.

Angelina ist inzwischen unsere Projektkoordinatorin im Südsudan und sorgt dafür, dass unser Gebende Hände-Team rund um unseren Projektleiter Derek Hilfsgüter zu denjenigen bringen kann, zu denen sonst kaum eine Hilfsorganisation durchdringt. Denn im Südsudan spielt sich seit Jahren eine humanitäre Katastrophe ab, die kaum noch in den Nachrichten erwähnt wird: Als Folge des andauernden Bürgerkrieges gibt es kaum Nahrungsmittel im Land. Viele Hilfsorganisationen haben sich aus den hart umkämpften Gebieten zurückgezogen. Gewalttätige Rebellen, aber auch Regierungstruppen, ziehen weiterhin durch die Dörfer und zwingen Mütter und Kinder zur Flucht. Die Menschen verhungern qualvoll.

Für unsere lebensrettende Arbeit ist Angelina ein wahrer Segen: Sie spricht die Sprache vor Ort, sie kennt sich in den schwer zugänglichen Sümpfen aus, sie weiß genau, was die geflüchteten Mütter und Kinder am nötigsten brauchen. Angelina bringt ihren eigenen Landsleuten so oft es geht Hilfe und Hoffnung – und beides ist auch weiterhin bitter nötig!

Denn jetzt, während wir uns langsam auf gemütliche Wintertage einstimmen, harren junge Mütter, kleine Kinder und Familienväter in den lebensfeindlichen Sümpfen des Südsudan aus und warten verzweifelt auf Hilfe.

Angelina und unsere Gebende Hände-Teams wollen schnellstmöglich weitere Hilfsgüter zu diesen armen Familien bringen. Bitte machen Sie diesen Einsatz mit Ihrer Weihnachtsspende möglich. Ein Hilfspaket, bestehend aus verschiedenen Lebensmitteln und praktischen Utensilien, kostet etwa 60 Euro.

Angelinas Heldengeschichte haben Sie mit Ihrer finanziellen Unterstützung überhaupt erst möglich gemacht. Für mich sind Sie der Held im Hintergrund, auf den in der Not Verlass ist. Dafür danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen!

Und damit Sie Ihren Lieben eine Freude zum bevorstehenden Weihnachtsfest machen können, habe ich Ihnen ein entzückendes Geschenkset beigelegt. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und bete, dass Sie gesund sind und bleiben.

Mit dankbaren Grüßen
Ihr

Prof. Dr. theol. Thomas Schirrmacher
Gründer von Gebende Hände

PS: Bitte denken Sie an Weihnachten auch an die Familien im Südsudan. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!