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Haiti: Am Tag FÜNFZEHN nach dem Beben (Projektbericht)

Bericht vom 28.01.2010


Chrissandia ist das Lachen vergangen ...

Immer noch kommen tagtäglich neue Erdbebenopfer in unsere Klinik, die dringend medizinische Versorgung benötigen. Manchmal bringen entfernte Verwandte Kinder zu uns, deren Eltern in den Trümmern umgekommen sind. Erst jetzt, viele Tage nach dem Erdbeben, kommen sie mit den Kindern zur Klinik. Viele Kinder haben dann schon entzündete, geschwollene Wunden und hohes Fieber aufgrund von Infektionen.

Heute wurde ein 12-jähriges Mädchen in unsere Klinik eingeliefert. Chrissandia hat das Erdbeben wirklich furchtbar getroffen. Am 12. Januar, als die Erde zu beben begann, stürzte das Haus ein, in dem sie lebte. Sie wurde mit ihrer ganzen Familie unter den Trümmern begraben.

Um 17.00 h nachmittags begann das Erbeben und um 3.00 h am nächsten Morgen wurde Chrissandia ausgegraben. Ihre Mutter wurde von den Trümmern erschlagen. Ihr Bruder kam um. Und viele Cousins und Cousinen, die in dem Haus wohnten, wurden ebenfalls getötet.

Das Mädchen musste die schlimmsten 10 Stunden in ihrem Leben überstehen. Inmitten der Erdstöße kauerte sie zwischen den Trümmern und direkt neben ihr lagen die Leichen ihrer Familie.

Ihre Tante brachte das Mädchen heute zu uns. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass Chrissandia ein zerquetschtes Bein hat. Die Muskeln sind verletzt. Alles ist furchtbar geschwollen. Sie kann nicht mehr laufen.

Das Schlimmste aber ist ihre Traumatisierung. Früher war sei ein lebendiges, fröhliches Kind. Nun schreibt Dr. Yves, der Arzt unserer Klinik, in seiner Diagnose: „Chrissandia lächelt nicht mehr“. Das Mädchen wurde mit einem Alptraum konfrontiert. Ihre Kindheit ist ihr geraubt. Seelisch wird sie für immer Narben davontragen.

Natürlich ist sie nur eines von Tausenden von Kindern, die das Erdbeben als Waisen und völlig traumatisiert zurücklässt. Chrissandia steht vorerst unter Schock. Ihre Tante berichtet, dass sie während des Begräbnisses ihrer Familie völlig unbeteiligt dabeistand: „Sie zeigt keinerlei Gefühle mehr“.

Ein kleiner Junge wurde heute ebenfalls als Notfall in unsere Klinik gebracht. Er hatte einen tiefen Schnitt am Fuß. Er half seinen Eltern im Garten und trat in eine große Glasscherbe. Die eine Seite seines Fußes war weit aufgeschnitten. Wir waren froh, dass Dr. Yves da war. So konnte seine tiefe Schnittwunde mit etlichen Stichen genäht werden.

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