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Mexiko: Entführung in Juarez (Projektbericht)

Bericht vom 05.02.2010


Einige Kinder bei einer Feier im Kinderheim.

Das von Gebende Hände unterstützte Kinderheim Hogar de Ninos Emmanuel liegt in Juarez, der Stadt mit der höchsten Mordrate der Welt.

Das vergangene Wochenende war für Leiterin Betel Lopez so schwierig wie schon lange nicht mehr. Freitags bekam sie die Nachricht, dass die 14jährige Tochter einer ihrer Mitarbeiterinnen entführt worden sei. Diese Mitarbeiterin, Liliana, ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern. Die Entführer verlangten 50.000 Dollar für die Freigabe ihrer Tochter! Betel Lopez wurde das Herz schwer. Sie tat, was sie konnte, um Liliana zu helfen: Sie sammelte Geld, wies das Personal an, die Augen offen und die Türen des Kinderheims fest geschlossen zu halten, und unterstützte Liliana bei der Information der Behörden. Aber das Wochenende ging ohne jede Nachricht vorüber.

Die letzten Jahre in Juarez waren geprägt von zunehmender Gewalt. Die meisten Zwischenfälle gab es aufgrund von Revierkämpfen zwischen rivalisierenden Drogen-kartellen, deren Mitglieder sich gegenseitig bedrohen, umbringen und die ganze Stadt in Angst versetzen. So lautete vor einiger Zeit eine Schlagzeile des El Diaro: „36 Stunden ohne Morde.“ Eine traurige Schlagzeile, die ihre Gültigkeit bereits sechs Stunden danach mit dem Fund von drei Leichen wieder verlor. In den nächsten Tagen gab es weitere 50 Tote mehr in der trostlosen Mordstatistik der Stadt.

In der Tat gibt es hier eigentlich immer eine Gefahr, einen Grund, sich Sorgen zu machen, und unser Kinderheim ist ein wahrer Zufluchtsort inmitten der Gewalt und vielen anderen Bedrohungen. Wir sind sehr froh, dass es Menschen gibt, die das erkennen und uns dabei unterstützen, den Kindern angesichts der immensen Probleme in Juarez die nötige Sicherheit zu bieten. In einer Stadt, in der Kinder hungern müssen, an ganz einfachen Erkrankungen sterben oder von der Schule genommen werden, um für den Familienunterhalt zu arbeiten, sehen viele Mütter und Väter oft keinen anderen Ausweg mehr, als ihre Kinder sogar vor unserer Tür auszusetzen.

Die Entführung von Lilianas Tochter ging Gott sei Dank noch gut aus. Nach zwei schlaflosen Nächten voller Gebete und großen Sorgen erfuhr Betel Lopez schließlich, dass die Vierzehnjährige gegen Zahlung von 400 Dollar – die Summe, die sie am ersten Tag hatte sammeln können – unverletzt wieder zu ihrer Familie zurückgebracht worden war.

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