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Mexiko: Ein Traum wird wahr (Dankbrief)

Bericht vom 13.10.2010


Endlich sicher und geborgen! Berenice im Alter von vier Jahren.


Das strahlende Geburtstagskind mit Vater und Brüdern.

Aus unserem Kinderheim Emmanuel in der mexikanischen Grenzstadt Juarez erhielten wir folgenden bewegenden Brief von der 15jährigen Berenice:

Ich heiße Berenice und lebe im Kinderheim Emmanuel. Am 15. September war einer der bisher schönsten Tage für mich – ich hatte Geburtstag, und meine „Familie“ hier im Heim organisierte eine wundervolle Party für mich, meine Quinceañera! (Anm.: Spanisch „quince años“ heißt „fünfzehn Jahre“.) Dieses Fest zum Anlass des 15. Geburtstags begehen wir in Mexiko, um den Wechsel eines Mädchens von der Kindheit ins Erwachsenenalter zu feiern. Dabei gab es eine Zeit, in der ich glaubte, diesen besonderen Tag niemals zu erleben. Damals war ich noch klein und dachte nur daran, wann ich das nächste Mal wieder etwas zu essen bekommen würde, warum also Gedanken an eine Geburtstagsfeier verschwenden ... Gott sei Dank änderte sich das, als ich nach Emmanuel kam!

Meine Mutter war noch sehr jung, drogenabhängig und immer auf der Suche nach neuem Stoff. Wir waren sehr arm, und meine Mutter war schwach, aber irgendwie schaffte sie es jeden Tag, an neue Drogen zu kommen. Wir Kinder mussten stundenlang mit ihr durch die Straßen von Juarez laufen, ohne etwas zu essen oder zu trinken zu bekommen. Ich war immer sehr hungrig und durstig und hatte große Angst. Das war eine traurige Zeit in meinem Leben. Am schlimmsten war die Unsicherheit: Nie wussten wir, wann wir das nächste Mal etwas zu essen bekämen oder wo wir schlafen würden. Es konnte eine schmutzige Straßenecke oder die einsame Dunkelheit einer Unterführung in der Innenstadt sein.

Mein Vater tat, was er konnte, um unsere Lage zu verbessern. Er arbeitete auf Baustellen und brachte Lebensmittel mit, aber immer, wenn er heimkam, hatte meine Mutter uns irgendwohin mitgenommen. Manchmal schaffte er es, uns zu finden, dann nahm er uns mit nach Hause, wir hatten zu essen und einen sicheren Schlafplatz. Aber am nächsten Morgen musste er ja zurück zur Arbeit, und wir waren wieder uns selbst überlassen.

Schließlich brachte er uns ins Kinderheim Emmanuel. Das war das Beste, was meinen drei Geschwistern und mir passieren konnte. Die ersten Tage dort vergingen wie im Traum: Ich bekam die Haare ganz kurz geschnitten, weil ich so viele Läuse hatte. Ich durfte duschen, hatte ein Bett, saubere Kleidung und immer genug zu essen! Endlich hörte das schreckliche Jucken auf meinem Kopf auf. Jeden Tag ging ich in den Kindergarten und später zur Schule. Es war einfach wunderbar: Wir hatten ein Zuhause und eine Familie, ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem kurzen Leben geborgen und geliebt.

Am 15. September wurde dann mein größter Traum wahr: Zu meiner Quinceañera trug ich ein wunderschönes Kleid und ein Diadem, so dass ich mich wie eine Prinzessin fühlte. Ich bekam einen kleinen Geburtstagskuchen, und es gab köstliches Essen. Mein Vater und meine Geschwister feierten mit und wir lachten und tanzten, bis mir die Füße weh taten.

Ich danke Gott für Euch alle, die Ihr mithelft, uns Kindern im Haus Emmanuel ein gutes Leben zu ermöglichen!

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