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Sambia: Eine einzige Prüfung entscheidet fürs Leben (Projektbericht)

Bericht vom 26.10.2011


Die Schüler geben alles, um die Prüfung zu bestehen!

Wie in den meisten afrikanischen Ländern üblich, entscheidet auch in Sambia eine einzige große Abschlussprüfung über die Zukunft eines Schülers. Diese Prüfung findet einmal nach der siebten und einmal nach der zwölften Klasse statt (entspr. Klasse sechs und elf im deutschen Schulsystem). Diejenigen, die die Prüfung nicht bestehen, haben keine Möglichkeit mehr, ihre Ausbildung fortzusetzen, es sei denn, ihre Eltern sind vermögend genug, um eine Privatschule zu bezahlen.

Es ist nicht verwunderlich, wenn die christliche Schule unseres Projektpartners in Sambia noch lange nach Unterrichtsschluss wie ein Bienenstock summt. Die Siebtklässler und die SchülerInnen der zwölften Klasse nutzen gern die Möglichkeit, das Gelernte mit ihren Lehrern nach der Schule zu wiederholen und die freien Klassenräume für eigene Studien zu belegen. Wer weiß, wie viel von dieser Prüfung abhängt, für den bekommt der Begriff ‚pauken’ eine völlig neue Bedeutung. Den Schulkindern ist sehr bewusst, was auf sie zukommt. Sie haben ihre Anmeldungen verschickt, ihre Gebühren bezahlt, und sie wissen, dass sie am Tag des Examens vor ein kritisches Prüfungskomitee treten müssen.

Alle Unterlagen werden streng unter Verschluss gehalten. Jedes Prüfungs-Zentrum verfügt über einen besonders gesicherten, fensterlosen Raum, in dem die Fragebögen sowohl bis zur Ausgabe an die Schüler als auch nach der Abgabe aufbewahrt werden. Die gesamte Examensverwaltung ist so streng geregelt, dass es mehr als drei Monate dauert, bis alle Unterlagen gesichtet und benotet sind. Während dieser Zeit können die Jungen und Mädchen nichts anderes tun als zu warten.

In den Wochen vor der Prüfung aber gibt es keinen Müßiggang. Die Lampen brennen noch bis tief in die Nacht, und die, die zuhause kein elektrisches Licht haben, findet man zusammengekauert unter einer Straßenlaterne hocken und büffeln.

Alle Kinder an den Schulen unseres sambischen Projektpartners kommen aus mittellosen Familien und haben zum Teil mehrere Schuljahre versäumt, bevor sie den kostenlosen Unterricht bei uns besuchen konnten. Viele sind Waisen und müssen nach der Schule und am Wochenende noch hart arbeiten, um ihre jüngeren Geschwister zu versorgen und die Hausarbeiten zu erledigen.

Nun könnte man erwarten, dass die Noten dieser Kinder schlechter sind als die von besser gestellten SchülerInnen. Das ist aber nicht der Fall. Trotz aller Herausforderungen und Schwierigkeiten können unsere Projektschulen schon seit vielen Jahren eine außergewöhnlich hohe Erfolgsquote verzeichnen und fast alle anderen Schulen weit hinter sich lassen.

Warum ist das so? werden Sie sich nun fragen. Ganz einfach: Unsere SchülerInnen wissen aus eigener Erfahrung was es heißt, in völliger Armut ohne Zukunftsperspektive zu leben, und sie wissen auch, dass sie ohne gute Bildung keinerlei Möglichkeit haben, diesem Leben zu entrinnen. Ein guter Schulabschluss ist ihre einzige Chance, und sie sind fest entschlossen, diese zu nutzen.

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