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Uganda: Ein sicherer Hafen für verwaiste Kinder (Projektbericht)

Bericht vom 03.04.2012


Serwadda hat keine guten Erinnerungen an das Straßenkinder-Dasein.


Muhanguzi vor seinem ehemaligen „Zuhause“.

John, der Leiter eines unserer drei Kinderheime in Uganda, gab uns Anteil an der Projektarbeit mit dem folgenden Bericht über zwei der jungen Bewohner:

Serwadda: Der 15jährige Serwadda wurde erst vor Kurzem in unser Charis Center aufgenommen. Letztes Jahr zu Weihnachten lernte ich Serwadda kennen, als ein Mitglied der hiesigen Kirchengemeinde ihn mit zum Gottesdienst brachte. Seine Eltern waren beide an AIDS gestorben, und danach hatte sich seine Großmutter um ihn gekümmert. Als diese dann auch starb, hatte der Junge niemanden mehr, der für ihn sorgen konnte. In seiner großen Verlassenheit machte sich Serwadda auf in die Straßen von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, um sich dort seinen Lebensunterhalt zu „verdienen“. Er hatte gehört, dass es hier wohl viele Kinder gebe, die auf der Straße „ein recht gutes Leben“ führten.

So kam es, dass Anna Namayanga an diesem Weihnachtsmorgen auf ihrem Weg zur Kirche einen verwahrlosten Jungen sah, der unter einem Baum saß und weinte. Sie ging zu ihm und fragte ihn nach seinem Kummer. Bereitwillig erzählte ihr Serwadda seine Geschichte und bettelte dann inständig um etwas Geld. Seit vier Tagen hatte er nichts mehr gegessen, und sein Hunger war groß. Anstatt ihm Geld zu geben, beschloss Anna jedoch, ihn mit ihn die Kirche zu nehmen. Nach dem Gottesdienst stellte sie mir den Jungen vor und berichtete, wie sie ihn getroffen hatte.

Ich unterhielt mich ein wenig mit ihm und bekam immer stärker den Eindruck, dass ich ihm helfen müsse. Um sicher zu sein, dass er auch tatsächlich Hilfe wollte und nötig hatte, bat ich ihn, mich jeden Tag in der Kirche zu besuchen. Nachdem er drei Wochen lang jeden Tag brav erschienen war, fragte ich ihn, was er sich von mir wünsche. Serwadda sagte, er wolle gern zur Schule gehen und lernen. Also entschied ich mich, ihn in unserem Kinderheim aufzunehmen, wo er nun lebt und die projekteigene Schule besucht. Inzwischen ist er bereits Vertrauensschüler seiner Klasse geworden und hat in allen Fächern gute Noten.

Muhanguzi: Der kleine Muhanguzi war bereits Halbwaise, als er ins Charis Center kam. Seinen Vater hatte er nie kennen gelernt, er wurde bei den Aufständen in Nord-Uganda im Jahr 2000 getötet.

Vor drei Wochen starb nun auch noch seine Mutter. Der Verlust seiner engsten Bezugsperson traumatisierte den kleinen Jungen so, dass er eine Zeitlang völlig verstört war. Da er keine anderen Verwandten mehr hat, ist unser Charis Center nun endgültig seine Heimat geworden.

Mittlerweile hat Muhanguzi den Schmerz über den Tod seiner Mutter einigermaßen überwunden und sein Zuhause und dessen Bewohner liebgewonnen. Er ist fest entschlossen, viel zu lernen und einen guten Schulabschluss zu machen, damit er später einmal Arzt werden kann. Unser Foto zeigt Muhanguzi in dem „Raum“, den er früher mit seiner Mutter bewohnte, und der ihr einziger Besitz war.

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Schlagwörter: Uganda, AIDS, Kampala, Hunger, Kinderheim, Straßenkinder, Aufstände, Nord-Uganda, Waisenkinder, Trauma