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Südsudan: Signale der Hoffnung mitten im Elend (Einsatzbericht)

Bericht vom 05.04.2012


Langsam erholt sich Nyajuok von ihren Verletzungen.

In den letzten Tagen machte sich unser Projektleiter mit seinem Nothilfe-Team auf in den Südsudan, wo die Hilfsgüterverteilungen aufgrund der erneut aufgeflammten und andauernden bewaffneten Feindseligkeiten zwischen Sudan und Südsudan wieder hochgefährlich geworden sind. Noch während dieses Einsatzes erhielten wir von ihm folgende Lagebeschreibung:

„Es ist extrem heiß hier, 45° C, das Land ist völlig ausgedörrt und die Bedingungen sind hart. Ich gehe durch die Dörfer und sehe überall kranke und unternährte Kinder. Jedes zweite Kind leidet an Malaria, hat Schüttelfrost trotz der Hitze. Männer wie Frauen sind verwundet durch Überfälle, Kinder werden vermisst, die vermutlich bei denselben Überfällen entführt wurden. Das ist die aktuelle Lage hier im Südsudan.

Gott sei Dank haben wir diesmal nicht nur Lebensmittel dabei, sondern auch mehr als 6.000 Moskito-Netze, um den Familien die Möglichkeit zu geben, sich nachts vor der tödlichen Malaria zu schützen.

Die Menschen sind am Ende ihrer Kräfte. Manche Mütter sind so traumatisiert, dass sie nicht einmal mehr sprechen. Diejenigen, die etwas berichten können, werden von Tränen überwältigt, wenn sie sich daran erinnern, wie sie ihre Häuser verlassen und flüchten mussten, wie sie mit knapper Not entkommen sind und nur das nackte Leben retten konnten. Sie erzählen uns, wie sie seitdem darum kämpfen, etwas Essbares für sich und ihre Kinder aufzutreiben. Die wenigen Bäume bieten kaum Schutz vor der gnadenlosen Sonne.

Es sind erschütternde Schicksale, die uns hier begegnen, aber hin und wieder gibt es auch Hoffnungszeichen. Viele Mütter und Väter bedanken sich bei uns dafür, dass wir ihnen mit unseren Überlebenspaketen durch diese furchtbaren Zeiten helfen (in vielen Dörfern sind wir schon mehrmals gewesen). Ihr Dank bestätigt uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Gestärkt von den positiven Worten machen wir uns auf den Weg in weitere Notgebiete. Wir haben solche Stärkungen bitter nötig, um dem Elend, das uns noch erwartet, begegnen zu können: Ganze Dörfer der Nuba (so werden die Bewohner des Nuba-Gebirges genannt) wurden bombardiert und dem Erdboden gleichgemacht, hunderte, wenn nicht tausende Kinder und Erwachsene getötet. Die Region Süd-Kordofan um die Stadt Kurmuk herum wird regelmäßig unter Beschuss genommen, und die Menschen fliehen in Scharen aus ihren Hütten.

Wir treffen die achtzehnjährige Nyajuok, ein hübsches junges Mädchen. Sie wurde in beide Beine geschossen und erlitt drei Messerstiche in Arme und Rücken. Die Nachbarn konnten nur hilflos zusehen, wie sie blutüberströmt auf dem Feld liegengelassen wurde, und waren überzeugt, sie sei tot. Wie durch ein Wunder überlebte sie, aber ihr jüngerer Bruder wurde von den Angreifern entführt. In einer Hütte stoßen wir auf einen jungen Mann mit Schusswunden in Hüfte, Bauch und Arm.

So viel Leid und Verzweiflung sind kaum vorstellbar – aber dies ist die Realität! Wir sind umgeben von Not und Elend, und wir können gar nicht anders, als weiter zu machen. Dieses Land ist immer noch schwer gezeichnet von Völkermord und Bürgerkrieg. Hier vor Ort versinken alle Medienberichte in Bedeutungslosigkeit. Hier begegnen wir der Wahrheit: unzählige Kinder und Erwachsene brauchen nach wie vor dringend unsere Hilfe.“

Ihnen, liebe Spender, sei herzlich gedankt für ihre fortwährende Unterstützung in unserem Kampf gegen das Flüchtlingselend und den Hunger im Südsudan.

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Schlagwörter: Südsudan, Feindseligkeiten, Malaria, Überfälle, Lebensmittel, Moskito-Netze, Überlebenspakete, Süd-Kordofan, Völkermord, Genozid, Bürgerkrieg, Hunger, Kurmuk, Nuba-Gebirge, Flüchtlinge, Verwundete, Luftangriff, Bombardierung, Nordsudan, Nordsudanesische Armee