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Sambia: Dicke Freunde! (Projektbericht)

Bericht vom 14.04.2012


Ava und Chipego sind dicke Freunde geworden.


Eines unserer Kinderheime in Lusaka war das Ziel einer US-amerikanischen Familie, die uns mit ihrer kleinen Tochter Ava dort einen Projektbesuch abstattete. Avas Mutter schildert, wie die Fünfjährige diesen Besuch erlebte:

Wir waren unterwegs in Sambia und fuhren gerade durch einen der Stadtbezirke Lusakas, die Straße war holprig und schmutzig. Unsere fünfjährige Tochter Ava saß auf meinem Schoß und bestürmte mich angesichts dessen, was sie draußen entdeckte, mit ihren Fragen: „Wo ist denn die Mama von dem Kind da? Warum haben die Leute keine Schuhe an? Warum trägt das kleine Mädchen ein Baby auf dem Rücken?“ Ein wenig hilflos gab ich ihr in einfachen Sätzen Antwort. Hilflos deshalb, weil mir bewusst war, dass die Probleme hinter Avas Beobachtungen sehr viel komplexer waren, als ich mit meinen Worten erklären konnte. Niemand von uns kann sich das Leben aussuchen, in das er hineingeboren wird.

Noch am gleichen Tag schloss Ava Freundschaft mit Chipego, einem etwa gleichaltrigen Mädchen aus dem Kinderheim. Dabei machte sie eine weitere Entdeckung: Dass Kinder selbst über Kontinente hinweg vieles verbindet. Dabei hätten ihrer beider Lebensumstände kaum verschiedener sein können. Während sich unsere Tochter einer behüteten, intakten Kindheit erfreut, hatte Chipego den Tod beider Eltern miterleben müssen. Weil es in ihrer Verwandtschaft niemanden gab, der sie hätte zu sich nehmen können, kam sie ins Kinderheim. Ava spricht Englisch, während Chipego Chinyanja spricht, die Sprache ihres Volksstammes. Ungeachtet dessen verständigten sich die beiden kleinen Mädchen mühelos beim gemeinsamen Spielen und Lachen. Sie sahen sich in einem Buch Fotos an, malten Bilder und kicherten ausgelassen, während sie in einem kleinen Vergnügungspark eine Fahrt mit dem Autoscooter genossen.

Als für uns die Zeit der Heimreise gekommen war, bestand Ava darauf, sich ein letztes Mal – es war sicher schon das vierte „letzte“ Mal! – von Chipego und ihren anderen neugewonnenen Freunden zu verabschieden. Alle Kinder versammelten sich in einem großen Kreis, und Ava und Chipego hielten sich an den Händen. Dann beteten sie tatsächlich abwechselnd füreinander und fielen sich ein letztes Mal um den Hals.

Nun sind wir wieder daheim in den USA, und jeden Abend schließt Ava die Kinder in Sambia in ihr Gebet mit ein. Sie betet um Gesundheit und genug zu essen für die Kinder, die sie in den Straßen gesehen hat, und um eine liebe Familie für die Waisenkinder im Heim. Wir sind ganz sicher, dass auch Chipego für Ava betet, ihre erste Freundin aus Amerika.

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Schlagwörter: Sambia, Waisen, Waisenkinder, Lusaka, Kinderheim, Straßenkinder, Volksstamm, USA, Amerika, Gesundheit, Essen, Kindheit, Tod, Chinyanja