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Afghanistan: Überlebenskampf bei bis zu 40 Grad minus (Einsatzbericht)

Bericht vom 09.01.2012


Für die Wäsche gibt es nur eisiges Flusswasser.


Gern beteiligen sich alle beim Abladen des LKW.

Alle Vorbereitungen waren getroffen, der LKW abfahrbereit, es konnte losgehen: Wie in den Jahren zuvor trat unser Projektleiter die gefährliche Reise ins afghanische Hochland an, um den durch die riesigen Schneemengen völlig isolierten Menschen dort Hilfe zu bringen. Gemeinsam mit seinem Team wagt er sich in die abgelegensten Regionen vor, die bisher von keiner Hilfe erreicht wurden. Lesen Sie in seinem Bericht, was ihn dieses Mal am Ziel erwartete:

Während sich unser LKW-Fahrer mit seinem schweren Fahrzeug über die unbefestigten verschneiten Straßen kämpft, muss ich daran denken, was ich in den Nachrichten gehört habe. Durch die heftigen Schneefälle und zahlreiche Lawinen-Abgänge ist die Zahl der Todesopfer in den afghanischen Bergen allein in diesem Winter auf 28 gestiegen, es gab viele Verletzte und hohe Verluste im Viehbestand. Die lebensfeindlichen Bedingungen stellen die Bergbewohner in der kalten Jahreszeit vor fast unlösbare Probleme. Sie hausen in Höhlen oder barackenähnlichen Lehmhütten, und alles dreht sich nur um die Frage, wie sie ihr Überleben sichern können.

Ohne Elektrizität und fließendes Wasser – von warmem Wasser ganz zu schweigen – ist der Alltag bei diesen Minusgraden extrem kräftezehrend. Die Wäsche muss im eisigen Wasser des teils zugefrorenen Flusses gewaschen werden, die dünnen Gummihandschuhe an den Händen der Frauen können die beißende Kälte dabei nicht abhalten. Viele Kinder haben weder Schuhe noch Socken und müssen barfuß durch den Schnee laufen. Die meisten von ihnen sind stark erkältet und entsprechend elend.

Als der LKW nach mühsamer Fahrt endlich auf den Sammelplatz rollt, haben sich dort eine Menge Menschen eingefunden. Kaum jemand verirrt sich in diese unwirtliche Gegend – schon gar nicht, um zu helfen. Unsere Ankunft ist eine kleine Sensation und wird von vielen erwartungsvollen Blicken begleitet. Einige Männer packen gleich mit an, als wir mit dem Abladen beginnen.

Wir haben warme Decken und Pakete mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Reis, Öl und Tee dabei. Für die Kinder gibt es kleine Spielzeuge oder Kuscheltiere. Männer, Frauen, Kinder – alle helfen eifrig mit, die Säcke und Päckchen mit ihrem kostbaren Inhalt in die Behausungen zu tragen. Bald schon ist die Ladefläche leer geräumt, und 700 afghanische Familien sind für die nächsten Wochen mit dem Nötigsten versorgt. Auf dem Rückweg machen wir Halt bei unserem Waisenhaus in einer Stadt Afghanistans, um auch den Kindern dort einen Besuch abzustatten. Sie erhalten von uns Kleidung, Lebensmittel, Schulmaterialien und medizinische Hilfe.

Die Freude der Kinder und das dankbare Lächeln der Menschen, die wieder Hoffnung haben, weil jemand an sie und ihre Not gedacht hat, sind unsere schönste Entschädigung für alle Anstrengung und Gefahr.

Diesen Dank geben wir weiter an alle Spender von Gebende Hände, denn nur mit Ihrer Hilfe werden diese Einsätze überhaupt möglich.



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