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Kenia: Unternehmergeist fördern und Armut bekämpfen (Reisebericht)

Bericht vom 11.02.2013


Stolz zeigt Jane uns ihren großen Gemüsegarten, ...


... in dem sie Bananen, Spinat und Amaranth anbaut.

In der Woche vom 9. bis 16. Februar 2013 reisten zwei Mitarbeiter von Gebende Hände nach Nakuru, Kenia, um dort die mit Spenden aus Deutschland finanzierten Projekte in Augenschein zu nehmen. Auf dem Programm stand auch das Treffen mit einem Projektpartner, der bedürftigen Kleinbauern und insbesondere Frauen durch Mikrokredite und Schulungen zu einem eigenen Einkommen verhilft. Über diese beeindruckenden Begegnungen schreibt eine Mitarbeiterin:

Wir haben die komfortable Asphaltstrecke verlassen und sind abgebogen auf eine Straße, die diesen Namen nicht mehr verdient. Rötlich-brauner Staub wirbelt auf, und wir werden ordentlich durchgeschüttelt, während unser Fahrer das Auto geschickt um große Steinbrocken, vom letzten Regen tief ausgewaschene Rinnen und Schlaglöcher manövriert, die sich wie Krater plötzlich vor uns auftun. Die Fahrt erscheint endlos, aber schließlich erreichen wir doch unversehrt unser erstes Ziel: Die Hütte und den Gemüsegarten von Jane, einer Kleinkreditnehmerin in einem Dorf bei Nakuru.

Freundlich werden wir begrüßt. Daniel und Grace, ihre beiden Kinder, bestaunen die fremden Besucher mit der hellen Haut. Das Grundstück ist sauber und die Beete sind gut gepflegt. Hier gedeiht kräftiger Spinat neben Tomaten, Kohl und Amaranth, einer getreideähnlichen Pflanze, deren glutenfreie Samen sich sehr gut zur Verwendung in Brot, Müsli und Gebäck eignen, insbesondere für Allergiker. Bei ihrer kleinen Führung erläutert uns Jane, dass sie eine Marktlücke entdeckt hat: Sie baut neben Amaranth noch andere Gemüsesorten an, die es auf dem örtlichen Markt normalerweise nicht gibt, und die von besonders ernährungsbewussten Kunden gern gekauft werden. Dadurch findet sie für ihre Produkte immer genügend Abnehmer.

Mit einem ersten Kleinkredit hatte Jane sich vor etwa einem Jahr bereits eine kleine Hühnerschar angeschafft und verkaufte Eier und gelegentlich Geflügelfleisch. Mit dem ersparten Geld und einem weiteren Kredit war sie in der Lage, sich einen eigenen Wassertank neben ihre Hütte zu stellen und den Gemüsegarten anzulegen. In der Vorweihnachtszeit des letzten Jahres allerdings ereignete sich ein großes Unglück. Jane wurden alle 35 Hühner gestohlen, da sich kurz vor Weihnachten mit einem Huhn für das Festessen ein kleines Vermögen verdienen lässt. In der Abenddämmerung hatten die Diebe den einfachen Zaun an der rückwärtigen Seite des kleinen Grundstücks durchbrochen und sich in aller Seelenruhe des Geflügels bemächtigt. Als Jane am nächsten Morgen ihre Hennen füttern wollte, war das Gehege hinter ihrer Hütte leer …

Dank ihres zweiten „Standbeins“, dem Gemüseangebot für Gesundheitsbewusste, kann Jane ihre kleine Familie trotz des herben Rückschlags einigermaßen durchbringen. Sobald sie wieder genug Geld zusammengespart hat, möchte sie den Zaun um ihr Grundstück durch eine wesentlich stabilere Einfriedung ersetzen und sich wieder neue Hühner anschaffen.

Wir sind sehr bewegt von der Entschlossenheit dieser jungen Frau, den mit Hilfe eines für unsere Verhältnisse geringen Kredites von maximal 500 Dollar begonnenen Weg fort zu setzen und sich auch von Niederlagen nicht unterkriegen zu lassen! Diese Begegnung überzeugt uns einmal mehr von der Effektivität der Kleinkredite, die es armen Menschen auf einfachste Weise ermöglichen, von fremder Hilfe unabhängig zu werden und vielleicht sogar zu bescheidenem Wohlstand zu kommen.

Gebende Hände dankt allen Freunden und Förderern, dass sie uns mit ihrer Spende helfen, dieses Ziel weiter zu verfolgen!

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Schlagwörter: Kenia, Nakuru, Kleinbauer, Mikrokredit, Einkommen, Kleinkreditnehmer, Amaranth, Marktlücke, Geflügelzucht, Wassertank, Gemüseanbau, Unabhängigkeit, Wohlstand