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Mexiko: Kinder brauchen Liebe und Verlässlichkeit (Projektbericht)

Bericht vom 16.05.2013


Manuel und Cesar ...


... sind jetzt in Sicherheit.

Aus unserem Kinderheim Emmanuel in der mexikanischen Grenzstadt Juarez erhielten wir die berührenden Geschichten von Manuel und Cesar (Namen zum Schutz der Kinder geändert), die einmal mehr zeigen, welch einen Segen das Kinderheim für diese Stadt bedeutet:

Manuel:

Direkt nach seiner Geburt kam der kleine Manuel zu seiner Großmutter Angelina. Die Beziehung seiner Eltern war sehr instabil, und sie gingen häufig getrennte Wege. Etwa sechs Jahre lebten sie so, bis sie sich endgültig scheiden ließen. Daniel, der Vater des Jungen, ist schwer drogenabhängig, nimmt Marihuana und Heroin und hat sich bisher nie für sein Kind verantwortlich gefühlt. Seit der Scheidung von ihrem Mann will Manuels Mutter sich auch nicht mehr um ihn kümmern und hat ihn Großmutter Angelina überlassen.

Angelina ist noch berufstätig, deshalb kann sie Manuel unter der Woche nicht beaufsichtigen. Eine Zeitlang übernahmen nacheinander eine ihrer Freundinnen und ihre Schwester diese Aufgabe. Letztlich war es ihrer Schwester aber zuviel, den Jungen auch noch in den Kindergarten zu bringen. Schließlich bekam Angelina von einer anderen Bekannten die Information, dass es in Juarez einen Ort gebe, wo Kinder fröhlich und unbeschwert leben und zur Schule gehen könnten – einen Ort, wo sie alles bekämen, was sie brauchen. Also entschloss Angelina sich, Manuel in unser Kinderheim zu bringen.

Nun geht Manuel mit seinen vier Jahren jeden Tag fröhlich in die Vorschulklasse unserer Isaac-Newton-Schule und beschäftigt sich dort mit Farben, Zahlen und Buchstaben. Wenn er wieder etwas Neues gelernt hat, kommt er mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht nach Hause. Am Nachmittag spielt er gern zusammen mit seinen Freunden mit Autos oder schaukelt auf unserem Spielplatz. Er ist umgeben von Spielkameraden und fürsorglichen Betreuern, die ihn liebhaben und ihm helfen, damit er eine glückliche Kindheit verleben kann.

Cesar:

Das Schicksal von Cesar verlief ganz anders. Er hat in seinen ersten Lebensjahren Schreckliches erlebt: Seine Mutter Flor tat sich im Alter von fünfzehn Jahren bereits mit José zusammen und bekam von ihm drei Kinder. Dreizehn Jahre blieben die zwei beieinander, dann verließ Flor José mit der Begründung, seine Kokainsucht sei ihm wichtiger als die Familie. Zwei Jahre später traf sie Daniel und blieb drei Jahre mit ihm zusammen. Aus dieser Beziehung gingen zwei Kinder hervor – der fünfjährige Cesar und seine zweijährige Schwester Laila. Tragischer Weise musste Cesar schon ganz früh mit erleben, wie ihm sein Vater auf brutale Art genommen wurde. Er wurde während eines Fußballspiels ermordet, weil man ihn mit jemand anderem verwechselte. Während des Spiels erschienen bewaffnete Männer, die nach einer bestimmten Person fragten. Sie fingen an, Daniel auf besondere Tattoos als Erkennungszeichen zu untersuchen. Doch obgleich sie feststellen mussten, dass er nicht derjenige war, nach dem sie suchten, zogen sie ihre Waffen und erschossen Daniel vor den Augen der entsetzten Zuschauer. Zu dem Zeitpunkt war Flor mit Laila im siebten Monat schwanger.

Der Tod seines Vaters hatte schlimme Auswirkungen auf den kleinen Cesar. Seiner Mutter zufolge ist er ein sehr waches Kind, neugierig und mit großem Wissensdurst. Doch immer, wenn er sich über etwas ärgert oder Flor ihm seine Wünsche nicht erfüllt, fragt er nach seinem Vater, fängt laut an zu schreien und will wissen, warum sein Papa sterben musste. Am liebsten geht er auf den Friedhof an dessen Grab, weil er sich an die furchtbare Tat erinnert, als sei sie erst gestern passiert.

Bei uns im Kinderheim Emmanuel bekommt Cesar nun ganz viel Liebe und Hilfe sowie psychologische Begleitung, um seine intellektuellen und seelischen Traumen überwinden zu können. Er geht ebenfalls in die Vorschulklasse und freut sich über alles, was er dort lernt. Seine besondere Vorliebe gilt natürlich dem Fußballspiel. Bitte, liebe Freunde, beten Sie mit uns für Cesar, damit er wieder Frieden findet über dem Verlust seines Vaters und damit seine seelischen Wunden heilen können!

Liebe Freunde, wir danken Ihnen sehr, denn Ihre Unterstützung macht es möglich, dass wir hier vor Ort für Kinder wie Manuel und Cesar sorgen können.

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Schlagwörter: Mexiko, Juarez, Kinderheim, Drogensucht, Marihuana, Heroin, Schule, Vorschule, Kokainsucht, Familie, Fußballspiel, Ermordung, Waffen, Trauma