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Haiti: Schmerzhaftes Gestern – Erfreuliches Heute! (Projektbericht)

Bericht vom 07.01.2016


Heute ist Roseline eine fröhliche junge Frau.

Der neueste Trend in den sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder Twitter ist zurzeit der sogenannte „Throwback-Thursday Post“. Dabei stellen die Nutzer dieser Netzwerke – bevorzugt an Donnerstagen – Fotos und Texte ins Internet, die mindestens drei Jahre oder älter sind und Erinnerungen an frühere Episoden ihres Lebens wachrufen. Einen solchen „Throwback“-Effekt hatte auch der Besuch einer ehemaligen Patientin, wie uns das Personal unserer Klinik ‚Hoffnung für Haiti‘ berichtete:

Letzte Woche, in der Ferienzeit, erwähnte eine unserer Mitarbeiterinnen, dass eine ehemalige Patientin, die wir vor vielen Jahren in unserer Klinik in Cazale behandelt hatten, auf einen Sprung vorbeikommen wolle. Der Tag war anstrengend gewesen. Ein Großteil des Klinikpersonals war im Urlaub und die wenigen, die den Betrieb weiterführten, hatten Unmengen von Verbandswechseln bei Verbrennungs-Patienten gehabt. Deshalb waren uns der Besuch und die damit verbundene kurze Arbeitspause höchst willkommen.

Als Achtjährige wurde Roseline (sh. Foto) vor 16 Jahren in unsere Klinik gebracht, mit schweren Verbrennungen, die sie sich zuhause an einem offenen Feuer zugezogen hatte. Damals gab es auf Haiti kaum Behandlungsmöglichkeiten für Verbrennungsopfer, und unsere Klinik war erst seit etwa einem Jahr in Betrieb. Roselines Wunden waren bereits einige Monate alt, bevor man sie zu uns nach Cazale brachte. Sie hatte Verbrennungen im Brustbereich und an Armen und Beinen. An ihren Armen waren die Verletzungen bereits stellenweise verheilt und hatten zu Verkürzungen an Sehnen und Bändern geführt. Dadurch wiederum waren Kontrakturen (Gelenkversteifungen) eingetreten, die ihr das Strecken der Arme unmöglich machten. Ein schwieriger Fall – wir wagten es dennoch: Tag für Tag kam das kleine Mädchen nun zu uns zum Verbandswechsel. In einem benachbarten Krankenhaus wurden die Kontrakturen durch eine Reihe von Operationen wieder gelöst. Es dauerte neun lange Monate, bis der Heilungsprozess bei Roseline abgeschlossen war. Nachdem die Kleine wieder völlig gesund war, kehrte sie zurück in ihr Dorf in den Bergen, und wir hörten nichts mehr von ihr.

Bei ihrem Besuch sahen wir eine fröhliche 24jährige Frau vor uns. Wir erfuhren, dass sie vor Kurzem nach Cazale gezogen ist und dort bei entfernten Verwandten lebt. Sie bedankte sich überschwänglich bei uns für die damalige Hilfe und sagte, dass sie und ihre Familie oft für uns beteten und niemals vergessen würden, was die Klinik für sie getan habe. Sie sei täglich neu dankbar für das Leben, das ihr geschenkt wurde und sei entschlossen, stets das Beste daraus zu machen. Als Roseline sich wieder verabschiedet hatte, blieben wir sehr bewegt und mit dankbaren Herzen zurück, motiviert durch die Ermutigung, die uns ihr Besuch gegeben hatte!

Liebe Spender von Gebende Hände, danke, dass Sie mit Ihrer Unterstützung diese wertvolle Arbeit auf Haiti möglich machen!



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