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Sambia: Zum ersten Geburtstag eine eigene Mama (Projektbericht)

Bericht vom 04.05.2016


Erste Schritte in ein neues Leben – Die kleine Maria mit Mama Diane

Jedes verwaiste oder ausgesetzte Baby, das gerettet und vorübergehend in einem unserer Kinderheime in Lusaka aufgenommen wird, soll langfristig ein dauerhaftes, sicheres und liebevolles Zuhause bekommen. Das ist das erklärte Ziel des Personals bei der Kooperation mit den Sozialbehörden vor Ort, und in der Regel gelingt dies auch, wie das folgende Beispiel zeigt:

Die kleine Maria wurde wenige Tage nach ihrer Geburt in eine Latrine geworfen. Nach ihrer Rettung durch die örtliche Polizei brachte man sie in unser Babyhaus Moses. Während hier die Mitarbeiterinnen alle Bedürfnisse des kleinen Mädchens nach Liebe, Geborgenheit und Sättigung mit großer Hingabe stillten, suchten die Sozialarbeiterinnen gleichzeitig nach einer entsprechenden Pflegefamilie, die gut zu Maria passen würde. Unter den Bewerbungen fand sich auch die von Diane, die schon lange geduldig darauf wartete, einmal „ihr“ Kind in die Arme schließen zu können. Nach eingehenden Prüfungen wurde beschlossen, dass sie für Baby Maria die am besten geeignete Pflegemama sei.

Es war die richtige Entscheidung! Seit Diane regelmäßig zu Besuch kommt, um Maria näher kennen zu lernen, sind die beiden schon ein Herz und eine Seele geworden. Durch die Liebe und Zuwendung ihrer „neuen“ Mama blüht Maria immer mehr auf: Bei jedem Treffen sind die zwei beinahe unzertrennlich. Die Kleine entwickelt sich altersgerecht: Sie hat großen Appetit, wird immer kräftiger und krabbelt – kurz vor ihrem ersten Geburtstag – neugierig überall hin. Wo immer sie kann, zieht sie sich an einem Möbelstück in ihrer Nähe hoch, um dann auf wackligen Beinchen triumphierend lächelnd um sich zu schauen. Manchmal blitzen dabei ihre ersten Milchzähne strahlend weiß hervor. Der bevorstehende Muttertag wird für Diane dieses Jahr ein ganz besonderer Feiertag werden.

Die junge Frau ist unsagbar glücklich, Maria bald ganz bei sich haben zu können. Die Umstellung zur „Vollzeit-Mama“ fiel ihr überhaupt nicht schwer. Oft berichtet sie mit Freudentränen in den Augen von den Fortschritten, die Maria macht. Sie kann es kaum fassen, wie leicht die Kleine ihren geregelten Schlaf- und Ess-Rhythmus im neuen Zuhause fand, wo sie zum Aufbau einer festen Bindung manchmal das Wochenende verbringt.

Maria ist auch sehr „gesprächig“ geworden. Wenn sie ein Spielzeug begutachtet oder ihre Mama sieht, brabbelt sie fröhlich vor sich hin. Niemand würde heute mehr vermuten, dass das entdeckungslustige kleine Mädchen einen so schlechten Start ins Leben hatte. Deshalb ist das Engagement der Sozialarbeiterinnen so wichtig. In den Fällen, wo keine biologischen Angehörigen ausfindig gemacht werden können, ist es von entscheidender Bedeutung, eine Pflege- oder Adoptivfamilie zu finden, die einem verwaisten oder verlassenen Kind die nötige Liebe geben und die besten Bedingungen für eine hoffnungsvolle Zukunft bieten kann.



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