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Mexiko: Mit Volldampf in ein neues Leben! (Projektbericht)

Bericht vom 10.08.2017


Carlos mit seiner Auszeichnung als Schüler mit dem größten Lernfortschritt.

Die folgende erfreuliche Geschichte des kleinen Carlos erhielten wir aus unserem Projekt in Juarez:

Carlos ist 10 Jahre alt. Im August letzten Jahres kam er mit seinen sechs jüngeren Geschwistern zu uns ins Kinderheim „Emmanuel“. Wie die meisten Kinder hier hat auch er eine sehr traurige Familiengeschichte. Die sieben Kinder entstammen einem Elternhaus, wo sie unter widrigen Umständen in extremer Armut hausen mussten. Sechs Geschwister wurden nach ihrer Geburt nicht einmal offiziell gemeldet, das bedeutet, dass sie keinerlei rechtliche Identität haben. Carlos wurde von vielen Ängsten geplagt, als er zu uns kam, aber seine größte Sorge war, nichts zu essen zu bekommen. Deshalb aß er bei jeder Mahlzeit so viel wie möglich, weil er ja nicht wusste, wann er wieder etwas bekommen würde. Nach dem mexikanischen Schulsystem hätte er in die fünfte Klasse eingeschult werden müssen. Das war aufgrund seiner schlimmen Vergangenheit aber völlig undenkbar.

Dank der projekteigenen Schule direkt auf unserem Gelände konnten wir Carlos und drei seiner Geschwister ganz einfach in die erste Klasse aufnehmen. Hier verfolgen wir schon immer das Ziel, nicht bloße Bildungseinrichtung zu sein, sondern uns von anderen Schulen zu unterscheiden. Von unseren Schülern leben 53 % auch in unserem Kinderheim „Emmanuel“. Ihnen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen, Schlimmes erlebt haben und entsprechende seelische Beeinträchtigungen mitbringen, wollen wir einen sicheren Platz bieten, wo sie geliebt werden und die Lehrer ganzheitlich auf ihre besonderen Bedürfnisse eingehen können.

Für Carlos und seine drei Geschwister bedeutete die Einschulung zunächst eine große Herausforderung, da sie noch nicht einmal wussten, wie man einen Stift hält. Unsere engagierte und warmherzige Grundschullehrerin Matilde aber widmete sich mit aller Hingabe diesen Kindern. Bei Carlos musste sie praktisch bei null anfangen. Nach und nach stellte sie fest, dass sowohl er als auch seine Geschwister begierig waren zu lernen. Sie benahmen sich erstaunlich gesittet und waren sehr aufmerksam. Dadurch machten sie schnell Fortschritte, und nach nur fünf Monaten, in denen die Lehrerin und ihre kleinen Schüler hart arbeiteten, konnte Carlos bereits flüssig lesen und bekam schulintern den ersten Platz für den größten Lernfortschritt. Sein Eifer und seine Fortschritte zahlten sich aus, denn er wurde gleich in die zweite Klasse versetzt.

Mit dem Wechsel kommt er erstaunlich gut zurecht, er ist unglaublich intelligent und sehr ehrgeizig, deshalb wird er pro Jahr zwei Klassen durchlaufen können. Auf diese Weise kann er die Grundschule dann noch in einem recht passablen Alter beenden und hat später alle Chancen auf einen guten Schulabschluss.

Herzlichen Dank an alle Spender von Gebende Hände für ihre Mithilfe bei dieser wertvollen Arbeit!



Schlagwörter: Mexiko; Waisen, Waisenheim, Schule, Armut, Bildung, Juarez