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Uganda: Maltina wird einmal laufen lernen (Projektbericht)

Bericht vom 14.07.2017


Maltina in ihrem Rollstuhl wird liebevoll versorgt!

Dies ist die berührende Geschichte der kleinen Maltina, die im Mädchenheim unseres Projekts in Kampala ein neues Zuhause gefunden hat:

Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen werden in Uganda auch heute noch weitgehend aus der Gesellschaft ausgeschlossen. In ländlichen Gegenden betrachten viele Familien ein behindertes Kind sogar als Strafe Gottes. Eine Förderung und Behandlung, wie sie in unseren Breiten selbstverständlich ist, gibt es deshalb nicht. Vielfach vegetieren die Betroffenen einfach vor sich hin, Kinder werden sogar ausgesetzt. So erging es auch Maltina, die an zerebraler Kinderlähmung leidet. Sie wurde von Unbekannten einfach vor der Tür eines Konvents ausgesetzt.

Als die Ordensschwestern sie fanden, war Maltina erst etwa ein Jahr alt. Die Nonnen verständigten die zuständige Polizeiwache, und von dort brachte man sie in das Kinderheim unseres Projektleiters Caleb nach Matugga. Kurz darauf lernte eine Mitarbeiterin von Gebende Hände die Kleine bei einem Projektbesuch kennen. Damals lag sie verkrümmt und recht teilnahmslos auf ihrem Bettchen. Inzwischen ist sie vier Jahre alt. Sie lacht gern und versucht, sich aufzusetzen, was ihr leider nicht ohne Hilfe gelingt. Aufgrund ihrer Erkrankung kann sie weder sprechen noch laufen, sie schielt und muss gefüttert werden.

Die zerebrale Kinderlähmung wird durch eine Schädigung des Gehirns vor oder während der Geburt eines Babys verursacht. Auch in den ersten drei bis fünf Lebensjahren eines Kindes kann diese noch auftreten. Die Folgeschäden können die Seh- und Hörfähigkeit sowie das Sprachvermögen betreffen, auch Muskeltonus und Motorik sind bei zerebraler Kinderlähmung teils stark gestört.

Aussicht auf Heilung gibt es für diese Krankheit bisher nicht, dafür aber eine ganze Reihe therapeutischer Möglichkeiten, mit denen die betroffenen Kinder gut gefördert werden und ihr individuelles Entwicklungspotenzial ausschöpfen können. Auch Maltina wird nun schon seit einiger Zeit physiotherapeutisch behandelt. Inzwischen kann sie allein sitzen und hat eine gewisse erste Kontrolle über die Bewegung ihrer Händchen entwickelt. Sie liebt es, mit ihren Händen zu spielen und sie in die Luft zu werfen, ein schmerzhafter Prozess, aber wenn sie es geschafft hat, strahlt sie vor Freude. Schmerzen und schmerzliche Momente gibt es für das kleine Mädchen zur Genüge, da sie sie sich immer noch nicht selbstständig bewegen kann, sondern in der Position verharren muss, in die sie gebracht wurde.

Aber die behandelnden Ärzte sind zu der Überzeugung gekommen, dass Maltina eines Tages laufen lernen kann, wenn sie nur lange und intensiv genug physiotherapeutisch betreut wird. Bis es soweit ist, wird sie in dem Rollstuhl umhergefahren, den das Mitarbeiter-Team von Gebende Hände aus eigener Tasche für Maltina gespendet hat.

Danke, liebe Spender, dass auch Sie nicht müde werden, kleinen Schätzen wie Maltina zu einem möglichst selbstbestimmten Leben in Würde zu verhelfen!




Schlagwörter: Uganda, Waisen, Waisenheim, Behinderung, Kinderlähmung, Rollstuhl, Kampala, Physiotherapie, zerebrale Kinderlähmung