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Äthiopien: Manchmal kommt es anders als geplant (Einsatzbericht)

Bericht vom 15.08.2018


Eine Flüchtlings-Hütte und Staub, soweit das Auge reicht!


Wovon dieser Esel lebt, kann sich keiner aus unserem Team erklären.

Für Anfang August war die nächste Hilfsgüterlieferung unseres Einsatzleiters Derek H. nach Äthiopien geplant, in die Region Somali. Dorthin hat es somalische Familien auf ihrer Flucht vor Terror und Hunger aus ihrem Heimatland verschlagen. Heute sandte er uns seine Notizen und teilte uns eine unvorhergesehene Planänderung mit:

Für Sonntag, den 5. August 2018, ist mein Flug nach Äthiopien gebucht, weil ich dort Hilfsgüter an Not leidende somalische Flüchtlinge verteilen will. Säcke und Kisten sind gepackt. Die Planung steht, alle Details sind bis ins Letzte durchgesprochen, es kann losgehen. Leider kommt es ganz anders – was war geschehen?

Freitagabend, 3. August: 36 Stunden vor dem Abflug erhalte ich einen Anruf von unseren Leuten vor Ort. Sie teilen mir mit, dass ich den Einsatz verschieben muss. Die politischen Unruhen sind eskaliert, es gab einen Aufstand, Tote und Plünderungen! Mehrere Orte unseres Einsatzgebietes wurden von Soldaten besetzt. Ich rufe meinen Agenten an und verschiebe die Reise.

Samstag, 4. August: Ich bekomme weitere schlechte Nachrichten. In Jijigga, der Hauptstadt der Somali-Region, gab es Berichten zufolge mindestens 30 Tote. 10 Kirchen wurden niedergebrannt und die Pastoren ermordet. Auch ausländische Personen wurden nicht verschont. Die äthiopischen Streitkräfte haben die Kontrolle übernommen, es gab zahlreiche Verhaftungen. Der Präsident von Somali wurde gestürzt und ein Nachfolger ernannt…für uns heißt es warten.

Montag, 13. August: Meine Helfer vor Ort geben mir grünes Licht für den Einsatz, die Situation hat sich beruhigt, und wir können weitermachen. In ein paar Tagen werde ich nach Addis Abeba fliegen und von dort aus weiter nach Dire Dawa, wo rund 1.000 Flüchtlingsfamilien dringend auf unsere Hilfe warten. Liebe Freunde, ich werde versuchen, Euch von dort – soweit möglich – auf dem Laufenden zu halten. Bitte denkt an uns, damit wir geschützt sind und die Verteilung der Hilfsgüter reibungslos verläuft. Die Menschen kämpfen um ihr Überleben, wir müssen ihnen unbedingt helfen!

Gebende Hände sagt danke, liebe Spender, dass Sie in dieser schwierigen Situation an Dereks und an unserer Seite sind!



Schlagwörter: Äthiopien; Hunger, Flüchtlinge, Unruhen, Jijigga, Hilfsgüter, Hilfsgüterlieferung, Aufstand, Somali-Region