Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Haiti: 20 Jahre Kindertafel Lamanjay! (Interview)

Bericht vom 20.03.2020


Margaret Trost mit ihren Schützlingen.

Am 19. März 2020 feierte die Kindertafel „Lamanjay“ (kreolisch für das Speisungsprogramm) ihr 20jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass und angesichts der in dieser Zeit ausgegebenen fast 5,5 Millionen Mahlzeiten gab es ein Interview mit der Gründerin der Kindertafel, Margaret Trost (MT), an dem wir Sie, liebe Spender, gern teilhaben lassen möchten:

Wie ist die Kindertafel damals entstanden?

MT: Als ich vor 20 Jahren von meiner ersten Haiti-Reise zurückkehrt, war ich tief betroffen von dem Hunger vieler Kinder, der mir dort überall begegnet war. Das hatte mich gepackt und ich dachte unentwegt über eine Möglichkeit nach, dem abzuhelfen. Während dieser Reise hatte ich den Ordensbruder „Vater Jeri“ Jean-Juste kennengelernt. Er erzählte mir von seinem Traum, ein Speisungsprogramm für Kinder an seinem Wohnort in Ti Plas Kazo aufzubauen. Ich wollte unbedingt helfen. Und dann gab es tatsächlich eine an Wunder grenzende Serie von Ereignissen, die schließlich in einem Scheck über 5.000 Dollar resultierten. Den sandte ich Vater Jeri mit der Bitte, Essen für „seine“ Kinder zu kaufen.

An die Email, die er mir zurücksandte, kann ich mich noch heute erinnern. Er teilte mir überglücklich mit, dass der Scheck angekommen sei und die Kinderspeisungen schon begonnen hätten. Es überraschte mich, als ich las: „Das Programm ist wunderbar! Letzten Sonntag kamen 200 Kinder zum Essen, heute sind es schon doppelt so viele. Die Kinder strömen uns nur so zu, und viele der Kleinen wollen sogar mithelfen…“ Sein nächster Satz lässt mich heute noch erschauern, er lautete: „Es gibt große Hoffnung.“ Das Wissen, dass ich am Ursprung dieser Hoffnung beteiligt war, gab meinem Herzen den nötigen „Treibstoff“, um die ersten Schritte zur Gründung einer Hilfsorganisation zu wagen.

Worauf bist Du am meisten stolz?

MT: Ich bin froh, meinem Herzen gefolgt zu sein und mich gefragt zu haben „Was wäre wenn ich helfen könnte, Vater Jeris Vision Wirklichkeit werden zu lassen?“ Die ersten Schritte habe ich gewagt, ohne zu wissen, ob ich Erfolg haben oder wo das Geld dafür herkommen würde. Und jetzt ziehen wir – 20 Jahre später – so eine positive Bilanz: Über fünf Millionen Mahlzeiten, 3.000 Schulstipendien, eine neue Schule, ein umfangreiches Freizeit- und Sommerferienangebot. Unzählige Kinder haben bereits davon profitiert. Unsere Initiativen haben außerdem die lokale Wirtschaft gestärkt und stabile Einkommensquellen für Lehrer, Köche und all unsere übrigen Mitarbeiter geschaffen. Stolz und froh bin ich auch über unsere gute Zusammenarbeit vor Ort. Sie gründet auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und der gemeinsamen Verpflichtung für diese Kinder und ihre Zukunft.

Was sind Deine Hoffnungen für die nächsten 20 Jahre?

MT: Ich hoffe und bete, dass unsere Programme fortbestehen und immer erfolgreicher werden: Dass hungrige Kinder gutes Essen und stets Zugang zu hochwertiger Schulbildung an unserer Schule bekommen.



Schlagwörter: Haiti; Kinder, Kindertafel, Hunger, Nahrung, Speisungsprogramm, Ti Plas Kazo