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Haiti: Unsere Kindertafel – Einen Schutzort mitten in der Anarchie (Brief)

Bericht vom 31.03.2021


Eine Familie von vier bei unserer Kindertafel!


Fürsorge trotz Unruhen!


Die Schule bleibt auf!

Seit Wochen sind Unruhen in Haiti. Doch jetzt scheint der Staat endgültig kollabiert zu sein. Ein wütender Mob hat sich ganzer Städte bemächtigt, es herrscht quasi Anarchie. Für unsere Kinder in unseren Einrichtungen ein traumatisierender Zustand. Folgender alarmierender Brief erreichte uns von unserer Kindertafel Lamanjay:

Wie Ihr sicher schon in den Nachrichten gelesen habt, ist Haiti im Ausnahmezustand. Unmut über die Rücktrittsweigerung des Präsidenten Jovenel Moise, der seine Amtszeit von fünf Jahren eigentlich beendet hat und die wirtschaftliche, humanitäre und sicherheitspolitische Krise haben landesweit Proteste und Unruhen ausgelöst.

Banden, denen sich sogar Polizisten angeschlossen haben, haben die Herrschaft über einzelne Straßen und Stadtteile ergriffen, brennende Barrikaden errichtet und lassen der Gewalt freien Lauf. Die Menschen können ihre Häuser nicht mehr verlassen und nicht mehr sicher zur Arbeit gelangen. Viele Betriebe, Geschäfte und Schulen sehen sich gezwungen, zu schließen.

Unser Team hält entgegen aller chaotischen Zustände den Betrieb der Kindertafel und der Schulen am Laufen. Die Schüler, die morgens in die „Father Jeri School“ kommen, sind zumeist sehr erschreckt, ängstlich und traumatisiert. Wir schauen uns gerade nach Therapeuten um, die den Kindern helfen können, diese Situation zu überstehen.

„Ich habe noch nie ein solches Ausmaß an Gewalt und Unruhen hier erlebt“, sagte die Leiterin der Kindertafel. „Die Kinder benötigen emotionale Unterstützung, um damit klar zu kommen, was gerade geschieht. Wir kümmern uns um sie so gut wir können und setzen alles daran, dass sie ihre Schulabschlüsse schaffen. Bildung ist der Schlüssel für die meisten Probleme hier. Es ist nicht nur ein Weg aus der Armut und dem Elend heraus. In Zeiten wie diesen gibt die Schule den Eltern das gute Gefühl, dass ihre Kinder ihre täglichen Schulmahlzeiten erhalten und dass sie versorgt sind. Wir sind so dankbar, dass wir in der Lage dazu sind, diese Unterstützung anzubieten und dass wir damit die fast einzige verlässliche Konstante derzeit in unserem Stadtteil sind.“

Obwohl unser Herz bricht angesichts der Not und der unfairen Realität, die derzeit so viele Jungs und Mädchen durchstehen müssen, sind wir auch unglaublich glücklich, so viele Unterstützer zu haben. Unsere Projektpartner sind ein Zeugnis der Hoffnung und des Zusammenhalts, um das Elend zu überwinden. Und das seid Ihr, liebe Spender von Gebende Hände, auch! Nichts von dieser Arbeit wäre möglich ohne die Hingabe unserer freundlichen Unterstützer. Zusammen arbeiten wir an einer Zukunft, die unser Motto folgendermaßen umschreibt:

Eine Zukunft, in der Haitianer sich aus dem Kreislauf von Armut befreien können und die Fähigkeiten haben, einen erfolgreichen Lebensweg einzuschlagen. Eine Zukunft, in der lokale Gemeinden zu Pionieren der Veränderung in ihrem Land werden, und ein Leuchtturm der Hoffnung und Würde. Und in der Menschen mit jedem Hintergrund und von jeder Herkunft zusammenkommen können in Solidarität mit Haiti, um einen Wandel zu bewirken, Schritt für Schritt.



Schlagwörter: Haiti; Bürgerkrieg, Anarchie, Banden, Krawalle, Unruhen, Gewalt, Straße, Proteste, Jovenel Moise, Rücktitt, Wahlen, Anarchie, failed state, Krise, Kinder