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Uganda: Schule in Zeiten der Pandemie (Reisebericht)

Bericht vom 06.05.2022


GH-Mitarbeiter begehen den Schlafsaal.


Der Computer-Raum in der Zana-Schule ist schon gut ausgerüstet.


Kinder in den Slums sind auf Hilfe der Zana Community angewiesen.


Emmanuel mit seiner kranken Mutter vor seiner Behausung.

Im November 2021 fuhren zwei Gebende Hände-Mitarbeiter nach Uganda und besuchten unter anderem unsere Zana-Schule. Damals waren alle Schulen größtenteils noch geschlossen wegen eines stringenten Lockdowns. Hier schildern sie ihren Bericht:

In Uganda wurden die Schulen im März 2020 geschlossen um die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Im Juli 2020 hatte das Ministerium für Bildung und Sport in Uganda 27 Standardarbeitsanweisungen (SOPs) herausgegeben, die für die Wiedereröffnung von Schulen und Hochschulen, ursprünglich im September 2020, zwingend erforderlich waren. Die SOPs für Schulen beinhalten unter anderem: „Bildung einer Covid-19-Taskforce an jeder Schule, tägliche Temperaturkontrollen, obligatorisches Tragen von Gesichtsmasken, Einrichtung von Isolierräumen, ständiger Zugang zu Wasser für die Schüler, tägliche Desinfektion von Böden, Wänden, Möbeln und Toiletten in den Klassenräumen mit Wasser und Seife, eingeschränkter Zugang zu den Schulen und Kontrolle an den Schultoren, Schaffung angemessener Räume in den Schulen, um die empfohlenen Abstände einzuhalten, Einzelbetten oder ein Schüler auf einem Doppelstockbett, und Einhaltung von 2 Metern zwischen den Betten, Unterrichtspläne sollten u. a. Botschaften von Covid-19 am Anfang und Ende jeder Unterrichtsstunde enthalten.“

Diese SOP-Anordnung, die innerhalb eines Monats umgesetzt werden sollten, haben unsere Projektpartner vor eine große Herausforderung gestellt, mit schnellem Handlungsbedarf und erhöhtem Zuwendungsbedarf. Der Lockdown der Schulen wurde verlängert. Mittlerweile sind die Schulen seit 1,5 Jahren geschlossen und werden erst im Januar 2022 wieder eröffnet.

Die Tatsache der Schulschließung hat nicht nur fehlende Bildung zur Folge, sondern auch Hunger. Viele Kinder bekommen normalerweise ihre Mahlzeiten, oft die einzige am Tag, in der Schule. Zana z.B. versorgt während der Schulzeit jeden Tag ca. 550 Schüler (zu Schulbeginn Tee mit Zucker, um 10.00 Uhr Porridge, zum Lunch „Cornmeal“ und Bohnen, abends aber nur noch Versorgung der Boarding Schüler). Die derzeitige Situation der Schulschließung vergrößert den Hunger, hat Auswirkungen auf die gesundheitliche Entwicklung und fördert die Armut.

Am 1. Tag unseres Besuches bekamen wir eine Führung durch das „Zana Community Children’s Centre“ in Zana/Kampala mit anschließendem Besuch einer sehr armen Familie im Zana Distrikt, die von der Outreach Work profitiert.

Erwähnenswert ist der Neubau der Grundschulerweiterung. In der ursprünglichen Grundschule wurden vor der Schulschließung ca. 270 Kinder unterrichtet. Aufgrund der SOP-Auflagen der Ugandischen-Regierung wurde das Gebäude zu klein. Zur Zeit unseres Besuches war der Bau der Grundschulerweiterung schon fortgeschritten. Der Neubau, 1. Phase, ist im Rohbau und kann voraussichtlich im Januar 2022 genutzt werden. Er besteht aus 3 weiteren Klassenzimmern, in denen ca. jeweils 25 Kinder unterrichtet werden können.

Gesehen haben wir u.a. auch die Einzel-Schreibtische, Computer, Bibliothek, Schlafsäle. Wir wurden äußerst freundlich von ca. 15 Lehrern/Angestellten empfangen, die sich für die Unterstützung der Gehälter während der Schulschließung bedankten und sich jetzt in der Outreach Work einsetzten. Normalerweise arbeiten für die Grundschule ca. 18 Lehrer und in der weiterführenden Schule ca. 25.

Durch die Schließung der Schulen ist der Bedarf an Outreach-Work immens gewachsen. Z.B. Emmanuel, ein etwa 10 jähriger halbwüchsiger Junge den wir auf dem Schul-Campus kennenlernen durften und von „Zana Community Health Service“ unterstützt wird, hat uns mit zu sich nach Hause genommen, besser gesagt wir haben ihn nach Hause mit dem „Zana“ Wagen gefahren. Ein einfacher Ziegelbau mit zwei winzigen Zimmern. Im hinteren Zimmer liegt eine Matratze. Im vorderen Zimmer liegt alles auf dem Boden herum. Bis auf einen Stuhl und einer kleinen Bank gibt es keine Möbel. Die Mutter bietet uns den Stuhl an, sie hat sich auf den Boden gesetzt.

Emmanuel besucht die Grundschule, 5. Klasse. Sein Vater ist vor einigen Jahren gestorben, seine Mutter ist sehr schwach und krank, sie leidet an Aids. Emmanuels Schwester hat ebenfalls die Zana-Schule besucht und erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Abschluss hat sie eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert und arbeitet nun als solche. Sie wohnt nicht mehr zu Hause.

Das Haus liegt ca. 4-5 km entfernt. Emmanuel geht täglich zu Fuß zur Schule und zurück. Leider lassen die äußeren Umstände nicht zu, dass er als Boarding Schüler aufgenommen werden kann. Seine Mutter benötigt zu Hause seine Hilfe bei den täglichen Arbeiten z.B. beim Wasser holen.

Danke, liebe Spender, dass Sie Kindern aus sehr bedürftigen Familien wie Emmanuel einen Schulbesuch ermöglichen!



Schlagwörter: Uganda, Schule, Bildung, Lockdown, Pandemie, Corona, Covid-19, Wiedereröffnung, Maßnahmen, Kinder, Hunger, Slums