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Kenia: Verschiedene Arbeitszweige (Reisebericht)

Bericht vom 14.01.2009


Ein Stück Brot ist für „unsere“ Kinder immer noch etwas Kostbares!

David, der Leiter unserer Partner-Organisation in Kenia, hatte mein Besuchsprogramm nach europäischem Verständnis minutiös geplant, und ich war gespannt, wie der Ablauf sich tatsächlich gestalten würde. Ich war beeindruckt von der äußerst seriös und korrekt geführten Arbeit, was besonders in den Kinderheimen und in der Arbeit unter HIV-infizierten Menschen zum Ausdruck kam. Auch die Sauberkeit in allen Häusern und auf den Grundstücken fiel mir angenehm auf. Die folgenden Arbeitszweige konnte ich in Augenschein nehmen:

A.I.C. Parkview Clinic – Home Based Care Group
Der erste Besuch galt einer Arbeit unter HIV-infizierten Menschen, die an einem staatlich geförderten AIDS-Test teilgenommen haben und positiv getestet wurden. Einmal die Woche treffen sie sich nun in den Räumen der A.I.C. zum Austausch, anschließend erhält jeder eine Ration Mais für das landesübliche Gericht Ugali. Die Berichte und die Offenheit der Menschen untereinander haben mich sehr beeindruckt. Es ist eine Arbeit, die meines Erachtens unbedingt weiter gefördert werden sollte. Die angegliederte kleine Ambulanz wird sehr stark frequentiert, da sich das A.I.C.-Gelände wie eine Oase inmitten der Slums von Nakuru befindet.

Samaritan Children Intermediate Center
Anschließend besuchte ich ein Kinderheim für Jungen. Ehemalige Straßenkinder, Waisen und Kinder aus schwierigsten Verhältnissen genießen hier eine gute Erziehung in behüteter Umgebung. Schule und Ausbildung werden groß geschrieben. Wieder war ich sehr beeindruckt von den Berichten der Jungen.

Samaritan Children Center for Boys
Mein dritter Besuch galt noch einem Kinderheim für Jungen, jedoch etwas außerhalb von Nakuru gelegen. Auch hier fielen mir das Engagement der Mitarbeiter und die außerordentlich gute Betreuung der Kinder auf. Beim gemeinsamen Mittagessen bemerkte ich den herzlichen Umgang zwischen ihnen.

Samaritan Children Center for Girls
Das Heim für die Mädchen liegt nur wenige Autominuten vom Heim der Jungen entfernt auf einem großen Grundstück. Ihm angeschlossen ist eine kleine ambulante Krankenstation mit Test- und Beratungszentrum für HIV-infizierte Personen. Begrüßt wurden wir mit Gesangs- und Tanz- Vorführungen sowie vielen Erlebnisberichten von den Mädchen. Ein wichtiges Anliegen der Heimleitung waren die Unterkünfte der Mädchen – zehn von ihnen schlafen noch im Speiseraum, da das neue Schlafhaus noch nicht fertig ist. (Die fehlenden Gelder konnte Gebende Hände inzwischen bereit stellen.)

Auf dem Programm stand auch der Besuch zweier Wasserprojekte:

Morro Farmers Water Project
Nach mehrstündiger Fahrt erreichten wir das Morro-Tal. Auf die Besichtigung der Wassertanks und der „Wasserkioske“ – kleine Häuschen, an denen die Dorfbewohner gegen ein kleines Entgelt ihre Kanister mit Wasser füllen können – folgte dann die offizielle Eröffnungsfeier. Viel Prominenz war gekommen – der Bezirksleiter, der Bürgermeister, Vertreter des Ministeriums für Wasserwirtschaft. Nach mehreren Grußworten der einheimischen Würdenträger durfte ich als Vertreter von Gebende Hände die Gedenktafel enthüllen und den Wasserkiosk eröffnen. Nun haben 4.000 Menschen der Umgebung Zugang zu sauberem Wasser. Bisher mussten sie ihr Wasser aus dem stark verschmutzten Fluss holen. Daher stellt dieses Projekt eine enorme Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen im Morro-Tal dar.

Kikapu Water Project
Das bereits 2006 fertig gestellte Wasserprojekt in Kikapu ist sehr gut ausgebaut: kilometerlange Rohrleitungen, mehrere Abnahmestellen, zwei höher gelegene Wassertanks, Pumpenhaus und Bohrloch. Die Anlage liegt jedoch still, da das aus dem Jahre 1943 stammende Bohrloch nur noch Schmutzwasser hervorbringt. Daher äußerten die Verantwortlichen die Bitte an Gebende Hände, eine neue Bohrung zu finanzieren. (Dies wird hoffentlich im Laufe dieses Jahres möglich werden.)

Mit einem Treffen der Gemeinde-Verantwortlichen ging mein Projektbesuch in Kenia zu Ende.

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