2011 begann der Bürgerkrieg in Syrien. Fast ein Jahrzehnt schon kennt dieses Land nichts als Krieg. Auch wenn inzwischen ein Großteil der Gebiete wieder unter der Herrschaft der Regierung von Baschar al-Assad steht, gibt es immer noch Kämpfe in den Grenzregionen. Der Krieg hatte verheerende Folgen: 400.000 Menschen wurden umgebracht, und es gibt rund 11,6 Mio. Flüchtlinge.

Der Bürgerkrieg hat jegliche Entwicklung in Syrien zum Stillstand gebracht. 32 Prozent aller Gebäude und wichtige Infrastruktur wurden zerstört, die Wirtschaftslage ist prekär. Wir kennen die Bilder aus den Medien: Zerschossene, ausgebombte Häuser, die mehr an Gerippe als an Gebäude erinnern. Die Straßen zwischen den Ruinen sind gesäumt von meterhohen Schuttbergen. Dazwischen von Kugeln durchlöcherte und ausgebrannte Autowracks. Das sind die Bilder, die die Frage aufwerfen, wie ein Wiederaufbau hier überhaupt möglich sein wird.

Krankenhäuser und Schulen wurden ausgebombt. Sehr viele Straßen sind unbefahrbar, sei es durch Bombentrichter, Granateinschläge oder Trümmer. Auch die Wasser- und Stromversorgung wurde in einigen Regionen großflächig zerstört. Laut einem Bericht der Weltbank werden etwa 180 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau benötigt. Doch viele Gebiete sind immer noch unsicher, instabil, teilweise von Gruppen kontrolliert, die völlig verfeindet sind. Das Problem ist mit Geld allein nicht zu beheben.

Mehr als die Hälfte der Syrer lebt nicht mehr dort, wo sie vor dem Krieg zu Hause war. Sie hausen im eigenen Land in Flüchtlingscamps oder mussten im Ausland Schutz suchen. Diese Menschen haben alles verloren. Wegen der schlechten Sicherheitslage hilft ihnen kaum jemand. Hier setzt Gebende Hände an: Wir führen fortlaufend Hilfsgüterlieferungen zu syrischen Flüchtlingen durch. Wir bringen Zelte, Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente. Und im Winter Heizöfen, Decken und warme Kleidung. Viele Kinder haben wir damit schon vor dem Kältetod und dem Verhungern bewahrt. Bei dem Ausmaß von Zerstörung in ihrer Heimat werden die vielen Vertriebenen sicherlich noch sehr lange Hilfe benötigen.

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