Sambia









Hilfe für Waisenkinder
In Sambia setzt sich Gebende Hände gezielt für Waisenkinder ein, die besonders schutzlos und auf Unterstützung angewiesen sind. Mit verlässlicher Versorgung, Zuwendung und Perspektiven helfen wir Kindern, die ihre Eltern verloren haben, und schenken ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Statistischer Rundblick: Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft
Hier finden Sie einen kompakten Überblick über demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen Sambias.
Einwohner
16,4 Mio. Einwohner,
752.618 km² Fläche, Hauptstadt: Lusaka, ca. 25 Volksgruppen
Altersstruktur
45,9% (0-14 Jahre), 51,7% (15-64 Jahre), 2,3% (65+ Jahre).
Durchschnittsalter 16,8 Jahre
Wirtschaft
BIP 68,9 Mrd. USD, Prokopfeinkommen 4.000 USD, Arbeitslosigkeit 15%
Religion
75,3% Protestanten, 20,2% Katholiken, 2,7% Andere, 1,8% Keine
Tragische Daten
Kindersterblichkeit 5,93%, Kinderarbeit 41% (1,8 Mio.), Lebenserwartung 53 Jahre, AIDS-Infektionsrate 11,5%, 54,4% Armut
Unterstützung
Wie Gebende Hände in Sambia hilft
Schutz und Zukunft für Waisenkinder
In Sambia, besonders in der Hauptstadt Lusaka, gibt es eine große Zahl von Waisenkindern. Können ältere Kinder nicht von Verwandten aufgenommen werden, bleibt ihnen oft nur das Leben auf der Straße. Um diesen Kindern wenigstens das tägliche Überleben zu sichern, hat Gebende Hände über viele Jahre hinweg Speisungsprogramme für Straßenkinder unterstützt.
Besonders dramatisch ist die Situation jedoch, wenn Kleinkinder oder sogar Babys zu Waisen werden. Hier setzt die Hilfe von Gebende Hände gemeinsam mit lokalen Projektpartnern gezielt an.

Milch- und Medizin-Programm – Leben bewahren
Viele Mütter in Sambia sind selbst stark unterernährt oder an Aids erkrankt. Häufig haben sie keine Muttermilch, um ihr Baby zu stillen, und zugleich keine finanziellen Mittel für Ersatznahrung. In ihrer Verzweiflung sehen manche keinen anderen Ausweg, als ihr Kind auszusetzen – in der Hoffnung, dass jemand anderes ihm helfen kann.
Das Milch- und Medizin-Programm von Gebende Hände hat in vielen dieser Fälle Schlimmeres verhindert. Werden ausgesetzte Babys in unsere Einrichtungen gebracht, versuchen Sozialarbeiterinnen zunächst, die Mütter ausfindig zu machen. Gelingt dies, werden die Frauen in das Programm aufgenommen. Sie erhalten monatlich Babyersatznahrung und – wenn nötig – Medikamente, sodass ihre Kinder bei ihnen bleiben können. Auf diese Weise wurden bereits zahlreiche Familien wieder zusammengeführt. Dieses lebensrettende Programm ist jedoch dauerhaft auf die Unterstützung treuer Spenderinnen und Spender angewiesen.

Schulen für Slum-Kinder – Bildung als Ausweg aus der Armut
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Bildung. Die christlich geführten Schulen unserer Projektpartner bieten vielen Kindern aus den Slums die größte Chance ihres Lebens. Die Schülerinnen und Schüler stammen aus sehr armen Familien, viele sind Waisen und haben vor Schulbeginn bereits mehrere Jahre Unterricht versäumt. Nach der Schule übernehmen sie oft schwere Aufgaben, um ihre jüngeren Geschwister zu versorgen.
Trotz dieser Belastungen zeigen die Kinder außergewöhnlich gute schulische Leistungen. Sie wissen: Bildung ist ihre einzige realistische Chance, der Armut zu entkommen. Mit großem Ehrgeiz erreichen viele einen erfolgreichen Schulabschluss und nutzen ihn als Sprungbrett in eine selbstbestimmte Zukunft.
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