Statistischer Rundblick: Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft

Hier finden Sie einen kompakten Überblick über demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen Somalias.

Einwohner

11,2 Mio. Einwohner,
637.657 km² Fläche, Hauptstadt: Mogadischu, ca. 5 Volksgruppen

Altersstruktur

42,9% (0-14 Jahre), 54,9% (15-64 Jahre), 2,2% (65+ Jahre).
Durchschnittsalter 18,2 Jahre

Wirtschaft

BIP 20,4 Mrd. USD, Prokopfeinkommen 600 USD, Arbeitslosigkeit 62%

Religion

100% Muslime

Tragische Daten

Kindersterblichkeit 9,3%, Kinderarbeit 49% (1.148.265), Lebenserwartung 53,2 Jahre, AIDS-Infektionsrate 0,1%, Armut k.A.


Unterstützung

Wie Gebende Hände in Somalia hilft

Ein Land im permanenten Ausnahmezustand

Somalia ist seit Jahren geprägt von Gewalt, politischer Instabilität und extremer Armut. Dürreperioden und Hungersnöte folgen einander, Wasser ist in vielen Regionen kaum verfügbar. Gleichzeitig erschüttern anhaltende Kämpfe zwischen Regierungstruppen, unterstützt von der Afrikanischen Union, und der islamistischen al-Schabaab-Miliz das Land.

Die Sicherheitslage ist so gefährlich, dass sich viele internationale Hilfsorganisationen aus Somalia zurückgezogen haben. Zurück bleiben Hunderttausende Menschen – Familien, Mütter und Kinder –, die Hunger, Gewalt und Not schutzlos ausgeliefert sind.

Flucht als letzter Ausweg

Jedes Jahr sind Zehntausende Somalier gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Viele versuchen, zu Fuß nach Äthiopien zu gelangen oder schlagen sich bis zum riesigen Flüchtlingslager Dadaab in Kenia durch. Besonders Kinder und geschwächte Menschen überleben diesen Weg oft nicht: Hunger, Dehydrierung und Erschöpfung fordern unzählige Opfer.

Manche Flüchtlinge schaffen es nicht weiter und lassen sich mitten in der Wüste nieder – ohne Schutz, ohne Nahrung, ohne Wasser. Laut UNHCR leben inzwischen über eine Million somalische Flüchtlinge in der Region.


Hilfsgütertransporte trotz höchster Gefahr

Trotz aller Risiken bringt Gebende Hände immer wieder Hilfsgüter und Wasser zu den notleidenden Menschen in Somalia. Möglich ist dies nur durch jahrelang aufgebaute Vertrauensbeziehungen zu lokalen Stammesführern und Regierungsvertretern. Jeder Transport erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und wird von bewaffnetem Sicherheitspersonal begleitet.

Als Somalia Ende 2011 von einer verheerenden Hungersnot getroffen wurde, ließ sich Gebende Hände nicht abschrecken. Lebensmittel, Kleidung, Zelte und Kochutensilien wurden zu den verstreut lebenden Flüchtlingsfamilien gebracht – mitten in ein Bürgerkriegsgebiet.

Überleben unter unmenschlichen Bedingungen

Viele Familien haben Angehörige verloren. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Die Menschen ernähren sich von Blättern und dem Wenigen, das sie in der kargen Landschaft finden. Aus Ästen und alten Kleidungsresten errichten sie notdürftige Unterkünfte, die kaum Schutz bieten.

Auch in den Städten wie Mogadischu ist die Lage dramatisch. Hunderttausende Binnenflüchtlinge hofften dort auf Versorgung – doch die staatlichen Strukturen sind überfordert. Lebensmittelpreise für Grundnahrungsmittel wie Mais oder Sorghum sind um mehr als 300 Prozent gestiegen. Hunger herrscht überall.

Mehr als 2,6 Millionen Menschen in Somalia sind dringend auf Hilfe angewiesen. Dürre, Klimawandel und Gewalt werden das Land auch in Zukunft prägen. Gebende Hände wird weiterhin alles daransetzen, diese Menschen zu erreichen – immer dann, wenn die Sicherheitslage es zulässt.

Denn auch in den gefährlichsten Regionen der Welt darf die Hoffnung nicht verstummen.


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