Burundi









Hoffnung für Kinder in großer Armut
Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Rund 64 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, die Kindersterblichkeit ist hoch und besonders Kinder leiden unter den schwierigen Lebensbedingungen. Die Folgen der blutigen Konflikte zwischen Hutu und Tutsi prägen das Land bis heute und erschweren eine nachhaltige Entwicklung.
Gebende Hände setzt genau hier an: Wir unterstützen Kinder und Familien durch den Bau und die Finanzierung von Schulen sowie durch Schulspeisungsprogramme. Bildung und regelmäßige Mahlzeiten geben Kindern Halt, Schutz und die Chance auf eine bessere Zukunft.Ärmstes Land der Welt
Statistischer Rundblick: Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft
Hier finden Sie einen kompakten Überblick über demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen Burundis.
Einwohner
12,6 Mio. Einwohner,
27.830 km² Fläche, Hauptstadt: Gitega, ca. 3 Volksgruppen
Altersstruktur
43,8% (0-14 Jahre), 53,1% (15-64 Jahre), 3,1% (65+ Jahre). Durchschnittsalter: 17,7 Jahre
Wirtschaft
BIP 8,6 Mrd. USD, Prokopfeinkommen 700 USD, Arbeitslosigkeit 2,9%
Religion
58,6% Katholiken, 35,3% Protestanten, 3,4% Muslime, 1,3% Andere, 1,3% Keine
Tragische Daten
Kindersterblichkeit 3,78%, Kinderarbeit k.A., Lebenserwartung 67,42 Jahre, AIDS-Infektionsrate 1%, 64,6% Armut
Unterstützung
Wie Gebende Hände in Burundi hilft
Seit vielen Jahren arbeitet Gebende Hände gemeinsam mit dem Projektleiter Claude N. in Bujumbura, Burundi, daran, Kindern aus armen Familien eine tägliche Mahlzeit zu ermöglichen. Burundi gilt als ärmstes Land der Welt, rund 30 % der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. Hunger bestimmt den Alltag vieler Familien und nimmt Kindern jede Chance auf gesunde Entwicklung.
Ursprünglich lag der Schwerpunkt der Arbeit auf Bildung. Schulen und Ausbildungsstätten wurden aufgebaut, um Kindern und Familien neue Perspektiven zu eröffnen. Doch schon bald zeigte sich ein zentrales Problem: Viele Kinder waren so stark mangelernährt, dass sie dem Unterricht kaum folgen konnten. Lernen war unmöglich, solange der Hunger blieb.
Aus dieser Erkenntnis heraus entstanden in zahlreichen Regionen Burundis Speisungsprogramme, an Grundschulen, in Kliniken, an Berufsschulen und in Kommunen. Zusätzlich wurden solarbetriebene Brunnen gebaut, um die Wasserversorgung zu verbessern. Ziel war es, die Grundbedürfnisse der Menschen zu sichern, damit Bildung überhaupt greifen kann.

One Cup a Day
Gemeinsam mit Ernährungsexperten stellte das Team von Gebende Hände fest, dass vielen Kindern bereits in den ersten Lebensjahren wichtige Nährstoffe fehlen. Daraus entstand die Idee, allen Schulkindern sowie schwangeren und stillenden Frauen täglich eine Portion nährstoffangereicherten Getreidebrei zu geben. Das Programm erhielt den Namen „One Cup a Day“ – eine Tasse pro Tag.
Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten: Kinder konnten sich besser konzentrieren, ihre Leistungsfähigkeit stieg deutlich, und auch das allgemeine Wohlbefinden verbesserte sich spürbar. Diese eine Tasse Porridge machte für viele Kinder den entscheidenden Unterschied.
Um die Versorgung dauerhaft sicherzustellen, wagte Claude den nächsten großen Schritt: den Aufbau einer Getreidebrei-Fertigungsanlage. Nach monatelanger Vorbereitung wurde dieser Traum Wirklichkeit. Heute produziert die Anlage rund 200 Tonnen nährstoffangereicherten Instant-Getreidebrei pro Monat in verschiedenen Sorten. Überschüsse werden nachhaltig auf lokalen Märkten verkauft.
Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern verfolgt Claude die Vision eines Burundis, in dem Kinder satt lernen, Familien gesund leben und ganze Gemeinschaften neue Hoffnung schöpfen.
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