Honduras









Medizinische Hilfe für die Ärmsten
Honduras zählt nach Haiti zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas. Jahrzehntelang diente das Land internationalen Konzernen als Produktionsstandort für Bananen. Der wirtschaftliche Nutzen dieses Exports kam jedoch kaum der Bevölkerung zugute. Während große Unternehmen profitierten, blieb die Mehrheit der Menschen arm – schlecht bezahlt, ohne soziale Absicherung und ohne Perspektive.
Noch heute leben über 70 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, manche Schätzungen sprechen sogar von bis zu 80 Prozent. Armut, Perspektivlosigkeit und soziale Ungleichheit haben zudem zu einer extrem hohen Kriminalitätsrate geführt. Gewalt und Angst prägen den Alltag vieler Menschen. Jugendbanden wie Barrio 18 (Mara 18) rekrutieren ihre Mitglieder häufig aus zerrütteten Familien oder von der Straße. Kirchen und christliche Organisationen versuchen, diesen Jugendlichen durch Resozialisierungsprogramme einen neuen Weg zu eröffnen. Honduras zählt nach Haiti zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas. Jahrzehntelang diente das Land internationalen Konzernen als Produktionsstandort für Bananen. Der wirtschaftliche Nutzen dieses Exports kam jedoch kaum der Bevölkerung zugute. Während große Unternehmen profitierten, blieb die Mehrheit der Menschen arm – schlecht bezahlt, ohne soziale Absicherung und ohne Perspektive.
Große Not – kaum medizinische Versorgung
Das soziale Elend ist allgegenwärtig. Starkes Bevölkerungswachstum führte zu Landflucht und dem Entstehen großer Slums in den Städten. Viele Kinder und Erwachsene sind unterernährt, die medizinische Versorgung ist unzureichend. Selbst einfache Medikamente sind für viele Familien unbezahlbar – ein Arztbesuch bleibt für die meisten unerreichbar.
Genau hier setzt Gebende Hände an. Unser Schwerpunkt in Honduras liegt auf der medizinischen Hilfe. Wir liefern große Mengen dringend benötigter Medikamente, die wir als Spenden erhalten, nach Honduras und stellen sie der armen Bevölkerung kostenlos zur Verfügung. So lindern wir Leid, retten Leben und geben Menschen neue Hoffnung.
Die Kosten für Logistik und Transport tragen wir – damit Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.
Statistischer Rundblick: Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft
Hier finden Sie einen kompakten Überblick über demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen von Honduras.
Einwohner
9,4 Mio. Einwohner,
112.090 km² Fläche, Hauptstadt: Tegucigalpa, ca. 4 Volksgruppen
Altersstruktur
30,2% (0-14 Jahre), 64,4% (15-64 Jahre), 5,3% (65+ Jahre).
Durchschnittsalter 24,4 Jahre
Wirtschaft
BIP 50,8 Mrd. USD, Prokopfeinkommen 5.100 USD, Arbeitslosigkeit 5,6%
Religion
48% Protestanten, 34% Katholiken, 17% Keine, 1% Andere
Tragische Daten
Kindersterblichkeit 1,5%, Kinderarbeit 16% (280.809), Lebenserwartung 75,17 Jahre, AIDS-Infektionsrate 0,2%, 48,3% Armut
Wie Gebende Hände in Honduras hilft
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind leidet an einer einfachen Mandelentzündung, doch es gibt keine Antibiotika. Kein Arztbesuch, keine Apotheke, keine Hilfe. Was für uns in Deutschland unvorstellbar ist, gehört in Honduras für viele Familien zum Alltag. Selbst grundlegende Medikamente sind dort bis heute knapp und für die meisten unbezahlbar. Krankheiten, die bei uns leicht behandelbar sind, können lebensbedrohlich werden.
Genau hier setzt das Medizin-Programm von Gebende Hände in Honduras an. In der zweitgrößten Stadt San Pedro Sula beliefern wir Kliniken und Ambulanzen mit dringend benötigten Medikamenten. So erhalten Kinder, Familien und chronisch Kranke medizinische Hilfe, auch ohne Geld und ohne Krankenversicherung. Während in Deutschland Arztbesuch und Medikamente selbstverständlich sind, bleibt medizinische Versorgung für viele Menschen in Honduras unerreichbar.
In enger Zusammenarbeit mit einem engagierten Alcalde (Bürgermeister) aus der Region – selbst Arzt – werden große Containerlieferungen mit lebenswichtigen Medikamenten organisiert und an Krankenhäuser verteilt. Dadurch können die ärmsten Menschen kostenlos behandelt werden. Besonders für Diabetiker, Infektionskranke und Kinder ist diese Hilfe oft lebensrettend.
So trägt Gebende Hände dazu bei, dass Krankheiten frühzeitig behandelt werden können – und Hoffnung dort entsteht, wo medizinische Hilfe sonst unerreichbar wäre.
Neueste Berichte
Berichte aus Honduras
Erfahren Sie aus erster Hand, wie Gebende Hände durch seine Hilfsprojekte das Leben von bedürftigen Menschen in Honduras und weltweit verändert.
Ein Schiffscontainer voller Hoffnung und Hilfe
Ein Container voller Medikamente wird in Honduras zur Hoffnung für tausende Menschen. Gebende Hände versorgt Ärzte und Kliniken mit lebenswichtigen Arzneien – und schenkt dort Hilfe, wo Krankheit und Armut den Alltag bestimmen.