Philippinen









Hilfe für Kinder hinter dem Paradies
Die Philippinen werden oft mit traumhaften Stränden und türkisblauem Meer verbunden. Doch hinter diesem Bild verbirgt sich eine andere Realität: Hunger und bittere Armut prägen das Leben von Millionen Menschen.
Rund 44 Prozent der städtischen Bevölkerung leben in Slums. Familien, die auf dem Land ihre Lebensgrundlage verloren haben, suchen Schutz auf Müllhalden, Friedhöfen, an Straßenrändern, unter Brücken oder entlang von Flussufern. Besonders Kinder sind betroffen – viele durchsuchen Müllberge nach Essensresten oder verwertbaren Materialien, um zu überleben.
Auch in der Megastadt Manila zeigt sich die Armut in erschütternder Weise. Kinder betteln auf den Straßen oder sehen keinen anderen Ausweg, als durch Ausbeutung das Überleben ihrer Familien zu sichern. In vielen Slumgebieten fehlt es an grundlegender Infrastruktur: Nur ein Teil ist an Müllabfuhr angeschlossen, sauberes Trinkwasser ist selten. Die Folgen sind Krankheiten, hohe Kindersterblichkeit und alltägliche Gewalt.
Statistischer Rundblick: Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft
Hier finden Sie einen kompakten Überblick über demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen der Philippinen.
Einwohner
114,6 Mio. Einwohner,
300.000 km² Fläche, Hauptstadt: Manila, ca. 10 Volksgruppen
Altersstruktur
32,4% (0 bis 14 Jahre), 62,7 % (15 bis 64 Jahre), 4,9% (65 und älter)
Wirtschaft
BIP 871,5 Mrd. USD, Prokopfeinkommen 8.000 USD, Arbeitslosigkeit 5,1%
Religion
79,5% Katholiken, 6% Muslime, 5,5% Protestanten, 3,4% Andere Christen, 2,7% Evangelikale, 2% Stammes-Religion, Keine 0,1%
Tragische Daten
Kindersterblichkeit 2,22%, Kinderarbeit 5.000.000, Lebenserwartung 70,14 Jahre, AIDS-Infektionsrate 0,2%, 16,7% Armut
Unterstützung
Wie Gebende Hände auf den Philippinen hilft
Schutz, Heilung und Hoffnung für Kinder in größter Not
Der Inselstaat Philippinen zählt über 100 Millionen Einwohner, doch fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Millionen Familien müssen mit weniger als zwei Euro am Tag auskommen. Besonders dramatisch ist die Situation für Kinder, die rund 45 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Über fünf Millionen Kinder sind gezwungen zu arbeiten, um zu überleben. Viele erleben Gewalt, Ausbeutung oder Missbrauch – oft im Verborgenen und ohne jede Hilfe.
Ein erschütternder Teil dieser Realität ist der sexuelle Missbrauch von Kindern. Nur ein Bruchteil der Taten wird angezeigt, während zehntausende Kinder in Prostitution, Ausbeutung oder sogar internationale Cybersex-Netzwerke geraten. Hinter jeder Zahl steht ein Kind mit einer zutiefst verletzten Seele.
Gebende Hände hat sich gemeinsam mit erfahrenen Partnern vor Ort zum Ziel gesetzt, missbrauchten und gefährdeten Kindern einen sicheren Zufluchtsort zu bieten. In unseren Einrichtungen erhalten sie Schutz, medizinische und therapeutische Betreuung, regelmäßige Mahlzeiten, Schulunterricht und berufliche Perspektiven.
So geben wir Kindern, die Gewalt und Ausbeutung erlebt haben, die Chance auf Heilung, Würde und eine neue Zukunft. Auch Gebende Hände leistet schon über viele Jahre hinweg einen Beitrag dazu und sorgt dort insbesondere für Kinder.

Ein Ort der Sicherheit: Das „Zentrum der Hoffnung“
Aus diesem Grund engagiert sich Gebende Hände auf den Philippinen gezielt für missbrauchte und hochgradig gefährdete Kinder. Gemeinsam mit einem starken lokalen Partner unterstützen wir das „Zentrum der Hoffnung“ – einen geschützten Ort, an dem Kinder Zuflucht, Sicherheit und neue Perspektiven finden.
Hier erhalten sie nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch psychologische Betreuung und Traumatherapie, liebevolle Begleitung im Alltag, individuelle Bildungsangebote sowie rechtliche Unterstützung, wenn Täter zur Verantwortung gezogen werden. Jedes dieser Kinder ist einzigartig und kostbar und braucht Zeit, Geduld und viel Zuwendung, um wieder Vertrauen ins Leben zu fassen.
Dass Kinder in diesem geschützten Raum langsam wieder aufblühen, berührt zutiefst. Doch diese Arbeit ist nur möglich dank vieler engagierter Fachkräfte – und dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender. Ohne dieses Projekt wären viele dieser Kinder vollkommen allein.

Speisungsprogramm „One Million Meals of Hope“
Zusätzlich verschärft Hunger die Not dramatisch. Seit 2020 unterstützt Gebende Hände deshalb das Programm „One Million Meals of Hope“, das ursprünglich als Covid-19-Notprogramm ins Leben gerufen wurde. Die Pandemie hat Armut und Arbeitslosigkeit massiv verschärft. Noch heute sterben auf den Philippinen täglich Kinder an den Folgen von Unterernährung. Viele kämpfen jeden Tag darum, wenigstens eine Mahlzeit zu bekommen, oft vergeblich.
Das Speisungsprogramm richtet sich besonders an Kinder in Slums und extrem armen Vierteln. Ziel ist es, langfristig eine Million warme Mahlzeiten an bedürftige Kinder auszugeben. Bereits jetzt werden monatlich über 22.000 Mahlzeiten verteilt – doch der Bedarf wächst weiter.
Damit diese Hilfe ausgeweitet werden kann, ist das Team vor Ort dringend auf Unterstützung angewiesen.
Mit Ihrer Spende schenken Sie Kindern Schutz, Nahrung und die Chance auf Heilung.
Danke, dass Sie helfen, Hoffnung dort möglich zu machen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
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