
Heilung inmitten von Gewalt
Haiti versinkt im Chaos. Gewalttätige Banden kontrollieren ganze Stadtteile, staatliche Strukturen sind nahezu zusammengebrochen. Selbst Polizei und Sicherheitskräfte bieten den Menschen kaum noch Schutz. Viele internationale Hilfsorganisationen haben das Land aus Sicherheitsgründen verlassen.
Unsere Klinik ist geblieben. Mitten in dieser Gewalt ist sie ein Ort der Hoffnung, der Heilung und oft der letzte Rettungsanker für Kinder und Familien.
Die Eltern versuchen, mit dem Anbau und Verkauf von Bohnen, Mais und Bananen zu überleben. Doch das reicht kaum zum Leben – und nicht zum Schutz vor Hunger. Als Johnny immer schwächer wurde und deutliche Zeichen schwerer Unterernährung zeigte, fasste die Familie einen mutigen Entschluss: Sie trugen ihn auf einem zweistündigen Fußmarsch zu unserer Klinik.
Johnny ist neun Jahre alt. Als er in unsere Klinik kam, wog er nur 32 Kilo und befand sich in lebensbedrohlichem Zustand. Er lebt mit seiner Familie in einer einfachen Lehmhütte. Es gibt kein fließendes Wasser, keine Toilette. Um Wasser zu holen, muss die Familie täglich 40 Minuten zu Fuß gehen.
Johnny wurde sofort in unser Aufpäppelungs-Programm aufgenommen. Aufgrund starken Durchfalls erhielt er zunächst spezielle medizinische Milch, später die hochkalorische Erdnusspaste Plumpy Nut. Über 12 Wochen intensiver Behandlung gewann Johnny 9 Pfund an Gewicht zurück – und erreichte schließlich sein gesundes Idealgewicht. Heute ist Johnny stabil, kräftig und voller neuer Lebensenergie.
Johnnys Geschichte zeigt eindrücklich, was möglich ist, wenn Hilfe ankommt. Ihre Spende rettet Leben.
Dank Ihrer Unterstützung können wir unsere Klinik in Haiti offenhalten und weiterhin unterernährte und kranke Kinder medizinisch versorgen – Kinder, die ohne diese Hilfe kaum eine Überlebenschance hätten. Von Herzen danken wir Ihnen für Ihre Partnerschaft, Ihr Vertrauen und Ihre Solidarität. Gemeinsam schenken wir Hoffnung, selbst dort, wo Gewalt und Not den Alltag bestimmen.