Ghana









Hilfe für vergessene Flüchtlinge
Ghana hat sich in den vergangenen Jahren zu einer stabilen Demokratie entwickelt und im regionalen Vergleich wirtschaftliche Fortschritte gemacht. Deshalb ist das Land für viele Flüchtlinge aus anderen Teilen Afrikas ein Ort der Hoffnung. Dennoch gilt Ghana weiterhin als Entwicklungsland: Interne Herausforderungen bestehen fort, und Teile der Bevölkerung leiden noch immer unter Armut und Hunger.
Die Regierung ist kaum in der Lage, sich um die große Zahl an Geflüchteten zu kümmern. Besonders dramatisch ist die Situation in einem Flüchtlingslager, das seit 1990 besteht und aktuell rund 43.000 Menschen beherbergt. Seit 2013 erhält dieses Lager keinerlei staatliche Unterstützung mehr. Auch internationale Organisationen haben ihre Hilfe weitgehend eingestellt.
Die Lebensbedingungen dort sind erschütternd. Armut, Hunger und fehlende medizinische Versorgung bestimmen den Alltag der Menschen.
Gebende Hände hat sich deshalb entschieden, nicht wegzusehen. Wir unterstützen die Geflüchteten mit Nahrungsmitteln und medizinischer Hilfe und geben den Menschen in dieser vergessenen Krise neue Hoffnung.
Statistischer Rundblick: Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft
Hier finden Sie einen kompakten Überblick über demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kennzahlen Ghanas.
Einwohner
33,1 Mio. Einwohner,
238.533 km² Fläche, Hauptstadt: Accra, ca. 9 Volksgruppen
Altersstruktur
37,4% (0-14 Jahre), 58,1% (15-64 Jahre), 4,4% (65+ Jahre).
Durchschnittsalter 21,4 Jahre
Wirtschaft
BIP 164,8 Mrd. USD, Prokopfeinkommen 5.300 USD, Arbeitslosigkeit 11,9%
Religion
71,2% Christen, 17,6% Muslime, 5,2% Trad. Religion, 5,2% Keine, 0,8% Andere
Tragische Daten
Kindersterblichkeit 3,25%, Kinderarbeit 34% (1.806.750), Lebenserwartung 69,37 Jahre, AIDS-Infektionsrate 1,7%, 23,4% Armut
Unterstützung
Wie Gebende Hände in Ghana hilft
Im Flüchtlingslager Buduburam nahe Kasoa leben rund 43.000 Menschen unter extrem schwierigen Bedingungen. Das Lager wurde 1990 für Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg in Liberia errichtet, doch nachdem internationale Hilfsorganisationen ihre Unterstützung einstellten, blieben die Menschen weitgehend sich selbst überlassen. Viele von ihnen – vor allem Frauen und Kinder – können aus Angst vor Gewalt und Verfolgung nicht in ihre Heimat zurückkehren. Arbeitserlaubnisse fehlen, Bildungschancen sind minimal, Hunger, Krankheit und Hoffnungslosigkeit prägen den Alltag. Es mangelt an Nahrung, sauberem Wasser, sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung. Besonders Kinder und Schwangere sind diesen lebensbedrohlichen Zuständen schutzlos ausgeliefert.

Rod-Klinik
Gebende Hände setzt genau hier an und leistet langfristige Hilfe im Flüchtlingslager Buduburam. Gemeinsam mit dem Projektleiter George B. werden die Menschen mit Nahrungsmittelhilfe, Medikamenten und dringend benötigten Hilfsgütern versorgt. Die Wasserversorgung wurde durch Wassertanks und sanitäre Einrichtungen verbessert. Ein Meilenstein der Hilfe ist der Bau der Rod-Klinik, die seit 2018 medizinische Versorgung für tausende Flüchtlinge ermöglicht. Die Arbeit von Gebende Hände ist als dauerhafte Unterstützung angelegt, um den Menschen in Buduburam Gesundheit, Würde und neue Hoffnung zu schenken.
Neueste Berichte
Berichte aus Ghana
Erfahren Sie aus erster Hand, wie Gebende Hände durch seine Hilfsprojekte das Leben von bedürftigen Menschen in Ghana und weltweit verändert.
Wasser und Essen für obdachlose Flüchtlinge
Nach der gewaltsamen Zerstörung von Teilen des Flüchtlingslagers Buduburam schenkt Ihre Spende Hoffnung: sauberes Wasser, Nahrung und Schutz. Lesen Sie, wie Gebende Hände Familien in tiefster Not auffängt – und warum diese Hilfe Leben rettet.
Kleine Patienten wieder mitten im Leben
Dank Ihrer Unterstützung kann die Rod-Klinik nahe des Flüchtlingslagers Buduburam weiter Leben retten. Gefüllte Medizinschränke, engagiertes Personal und schnelle Hilfe schenken kranken Kindern neue Hoffnung – und eine Zukunft.