
Hoffnung für Straßenkinder in Kampala
In Kampala, der Hauptstadt Ugandas, leben schätzungsweise über 10.000 Kinder auf der Straße. Eines von ihnen war früher auch Caleb, der heutige Projektleiter von Caleb’s Homes. Als Straßenkind erlebte er selbst Hunger, Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Doch er bekam eine zweite Chance: Er wurde aufgenommen, erhielt Schulbildung und damit die Möglichkeit auf ein neues Leben. Diese Erfahrung prägt ihn bis heute und treibt ihn an, genau das weiterzugeben, was ihm selbst geschenkt wurde.
Aus dieser Vision heraus entstanden Caleb’s Homes: mehrere einfache, aber liebevoll geführte Häuser, die ehemaligen Straßenkindern Schutz, Struktur und Perspektive bieten. Das Leben auf der Straße ist für Kinder extrem hart. Viele müssen rund um die Uhr arbeiten, verkaufen Waren, tragen Lasten oder geraten in Prostitution und Drogenabhängigkeit. Schlaf gibt es oft nur wenige Stunden am Rand der Straße. Um diese entwürdigenden Bedingungen zu ertragen, greifen viele Kinder zu Drogen.
Heute haben rund 100 ehemalige Straßenkinder in Caleb’s Homes ein neues Zuhause gefunden. Sie erhalten täglich nahrhafte Mahlzeiten aus Mais, Bohnen, Reis und Bananen und wachsen in einer familiären Gemeinschaft auf, in der Fürsorge, Respekt und Zusammenhalt gelebt werden. Ergänzend dazu betreibt das Projekt ein Speisungszentrum, in dem mehrmals pro Woche 100 bis 120 weitere Kinder aus den umliegenden Slums mit warmem Essen versorgt werden.
Ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft ist bereits in Planung: Caleb hat ein Stück Land erworben und baut dort einen landwirtschaftlichen Betrieb auf. Ziel ist es, Lebensmittel für die Heime selbst anzubauen und die Kinder gleichzeitig in Agrarwirtschaft und praktischen Fertigkeiten auszubilden. Die Erträge der Farm sollen langfristig nicht nur die bestehenden Heime versorgen, sondern es ermöglichen, noch mehr Straßenkinder aufzunehmen.
Caleb’s Homes zeigt eindrucksvoll, wie aus einer eigenen Leidensgeschichte Hoffnung für viele entstehen kann.