
In einigen abgelegenen Regionen Ugandas sind Kinderrechte noch immer stark eingeschränkt. Besonders betroffen ist die Region Karamoja im Nordosten des Landes, eine der ärmsten und am schwersten erreichbaren Gegenden. Armut, fehlende Infrastruktur und tief verwurzelte Traditionen führen dazu, dass Mädchen häufig schon im frühen Kindesalter zwangsverheiratet werden.
Für viele Familien ist dies eine wirtschaftliche Entscheidung: Mädchen werden gegen Vieh, oft nur eine oder zwei Kühe, verheiratet. Für die betroffenen Kinder bedeutet das den Verlust von Kindheit, Bildung und Zukunftsperspektiven.
Um die Situation vor Ort besser zu verstehen, reiste unser Projektleiter Emmanuel K., Leiter der Zana-Schulen und Waisenheime in Kampala, nach Karamoja. Die Eindrücke dieser Reise waren erschütternd und machten deutlich, wie dringend Hilfe benötigt wird.
Im Anschluss konnten acht Kinder in unsere Einrichtungen aufgenommen werden, darunter mehrere Mädchen, die unmittelbar von Zwangsheirat bedroht waren. Heute leben sie in einem geschützten Umfeld, erhalten regelmäßige Mahlzeiten und besuchen die Schule, eine Chance, die ihnen zuvor verwehrt war.
Emmanuel K. berichtet:
„Karamoja ist eine abgelegene Region mit kaum vorhandener Infrastruktur. Hohe Analphabetenraten, Kinderheiraten, lokale Konflikte sowie wiederkehrende Dürren und Hungersnöte prägen den Alltag der Menschen.
Die Kinder, die wir aufnehmen konnten, lernen heute mit großer Motivation und sind dankbar für diese neue Chance. Unsere Hoffnung ist, dass sie durch Bildung gestärkt werden und eines Tages selbst zur positiven Entwicklung ihrer Herkunftsregion beitragen können.
Besonders Mädchen haben kaum Zugang zu Bildung. Gemeinsam mit lokalen Partnern arbeiten wir daran, weitere Kinder vor Zwangsheirat zu schützen und ihnen Schulbildung zu ermöglichen. Dafür braucht es jedoch viel Vertrauen, kulturelles Feingefühl und langfristige Unterstützung.“
Mit Ihrer Unterstützung können wir weitere Mädchen erreichen, sie vor Ausbeutung bewahren und ihnen eine Zukunft in Würde ermöglichen. Vielen Dank, dass Sie diese wichtige Arbeit mittragen.