
Ein Brunnen schenkt dem Dorf Mafeha in Simbabwe eine Zukunft
Es ist ein ungewohntes Geräusch für Mafeha. Eine große Bohrmaschine dröhnt, arbeitet sich Meter für Meter in die Tiefe – 20, 40, über 75 Meter tief. Dort unten liegt das, worauf die Menschen hier so lange gewartet haben: sauberes Grundwasser.
Und dann fließt es. Klar. Frisch. Einfach so aus dem Hahn.
Frauen versammeln sich um den neuen Brunnen. Kinder drängen sich vor, lachen, staunen, halten ihre Hände in den Wasserstrahl. Und plötzlich beginnt jemand zu singen. Ein einfaches Lied, spontan, von Herzen:
„Wenn wir nur Wasser haben, ist alles ok, wenn wir nur Wasser haben, ist alles ok, wir sind so glücklich über dieses Wasser.“
In diesen Worten steckt mehr als Freude. In ihnen steckt die Wahrheit eines ganzen Lebens.
Bisher mussten Frauen und Kinder jeden Tag stundenlang laufen, um Wasser zu holen – oft aus verschmutzten Quellen. Durchfallerkrankungen gehörten zum Alltag, besonders bei den Kleinsten. Und während Mütter Stunden damit verbrachten, Wasser zu schleppen, verpassten viele Mädchen die Schule. Jetzt sprudelt sauberes Grundwasser direkt im Dorf, gespeist von einer Solaranlage, die noch fertiggestellt wird. Familien können ihre kleinen Gärten bewässern, sich selbst ernähren, gesund bleiben. Was wie eine technische Anlage klingt, ist in Wirklichkeit der Anfang von Selbstständigkeit.
Dieser Brunnen existiert, weil Menschen wie Sie entschieden haben: Das will ich unterstützen. Ohne diese Solidarität – keine Bohrmaschine, keine 75 Meter Tiefe, kein Wasserstrahl, kein Lied. Danke. Von den Frauen in Mafeha, von den Kindern, die jetzt lachen, und von uns.