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Zur Geschichte und Problematik des Landes

 

Kenia ist zwischen den fruchtbaren Hochebenen im Süden und Westen und den tiefliegenden Trockenebenen und Wüsten geteilt. Nur knapp 10 Prozent des Landes wurde bisher urbar gemacht. Die 32 Millionen Einwohner sind in 122 Völker und Sprachen aufgeteilt.

Das Land ist seit 1963 unabhängig und als Präsidialrepublik verfasst. Ab 1969 gab es de facto nur noch eine Einparteienherrschaft, weil der damalige Präsident Jomo Kenyatta, der das Land auch in die Unabhängigkeit führte, die einzige Oppositionspartei verbot. Ab 1978 regierte Daniel arap Moi, der das Land fast diktatorisch beherrschte. Als 1990 der damalige Außenminister Ouko unter Beteiligung von Moi-Vertrauten ermordet worden war, gab es schließlich finanzielle Sanktionen aus dem Ausland.

In der Wahl von 1992 errang zwar die wieder zugelassene Opposition 46 Prozent der Stimmen, aber immer noch regierte arap Moi, der sogar 1997 unter chaotischen Zuständen zum Präsidenten wiedergewählt wurde und 1998 zeitweilig wegen oppositioneller Proteste die Arbeit des Parlaments für „unbestimmte Zeit“ unterbrechen ließ.

2002 kam die Opposition an die Macht und mit ihr der Präsident Mwai Kibaki. Bis dahin litt Kenia unter einer epidemieartigen Korruption. Dadurch ist die Entwicklung des Landes trotz einer für Afrika ungewöhnlichen politisch recht ruhigen Lage zu einem Stillstand gekommen. Darunter leiden vor allem die ländlichen Regionen und Stämme in den regenlosen Gebieten. Ihr größtes Problem ist die Wasserversorgung aufgrund der fehlenden Infrastruktur.



 

Deswegen liegt der Schwerpunkt der Arbeit von Gebende Hände unter Leitung des Kenianers David Maina in der Ermöglichung der örtlichen Wasserversorgung. Denn ohne Wasser kann man keine Nahrung produzieren, keine Hygiene praktizieren und keine Kinder ernähren.

Im Dezember 2007 kam es im Zuge der Präsidentschaftswahlen zu massiven Unruhen. Das Ergebnis mit einer knappen Mehrheit für Kibaki (vom Stamm der Kikuyu), dicht gefolgt von seinem Kontrahenten Odinga (vom Stamm der Luo), sorgte für ethnisch motivierte Gewaltausbrüche zwischen den Kikuyu und Luo. Die Opposition und internationale Wahlbeobachter warfen Kibaki massive Wahlfälschungen vor. Viele Kenianer hatten für einen Wechsel an der politischen Spitze gestimmt.

Die Turbulenzen in Kenia wurden von den afrikanischen Nachbarstaaten und den westlichen Ländern mit wachsender Unruhe wahrgenommen, da der Zusammenbruch des Landes eine weitreichende Destabilisierung des gesamten Kontinents zur Folge hätte haben können.

Besonders unter der Vermittlung von Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan und auf internationalen Druck kam es zu einer Einigung zwischen Regierung und Opposition. Präsident Mwai Kibaki ernannte den ehemaligen Oppositionsführer Raila Odinga zum Regierungschef. Damit wurde die monatelange Krise beendet.

Bei der Wahl im März 2013 wurde Raila Odingas Kontrahent und ehemaliger Vize-Premierminister Uhuru Kenyatta zum Präsidenten gewählt. Die Wahl verlief zwar größtenteils friedlich, der Ausgang der Wahl wurde aber international zurückhaltend aufgenommen, da der internationale Strafgerichtshof in Den Haag gegen Kenyatta wegen Menschenrechtsverbrechen ermittelte. Inzwischen wurde das Verfahren gegen Kenyatta eingestellt, ohne dass der Präsident belangt wurde. Viele Zeugen wurden eingeschüchtert und zogen ihre Aussagen zurück. Im August 2017 konnte sich Kenyatta bei der Präsidentschaftswahl erneut gegen Odinga durchsetzen.

Kenia litt in den letzten Jahren unter extremer Dürre und Lebensmittelknappheit. Hinzu kommen immer noch die Folgen globaler, wirtschaftlicher Instabilität, die die Lebensmittelpreise in die Höhe drücken. All diese Faktoren verursachen immer wieder dramatische Hungersnöte in Kenia.