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Kenia: Situation für somalische Flüchtlinge spitzt sich zu

Meldung vom 07.04.2011

Seite an Seite mit Vertretern des Welternährungsprogramms (WFP) und der UN-Einheit für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen (UN Women) inspizierte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres das somalische Flüchtlingscamp in Dadaab im Nordosten Kenias. Die UN-Delegation war betroffen über die Lebensumstände der Somalier, die ihr Land wegen des mittlerweile zwei Jahrzehnte andauernden Bürgerkriegs am Horn von Afrika verlassen mussten.

Das Flüchtlingslager Dadaab zählt zu einem der größten Flüchtlingslager der Welt. Täglich kommen neue Flüchtlinge an, die von Gewalt und Dürre in Somalia vertrieben wurden und verzweifelt Schutz und Sicherheit im Nachbarland Kenia suchen. Während das Camp in Dadaab ursprünglich für 90.000 Menschen geplant war, sind hier heute mehr als 314.000 Somalier untergekommen.

„Nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg, sind die somalischen Flüchtlinge in der ganzen Welt verstreut. Der Großteil von ihnen lebt zwar hier in der Region, in Kenia, Dschibuti, im Jemen und in Äthiopien, aber Somalier haben Schutz in Ländern auf allen fünf Kontinenten gesucht,“ weiß Guterres. „Da die Gewalt unvermindert anhält, appelliere ich an alle Länder der Welt, ihre Grenzen offen zu halten und den Flüchtlingen ein Leben in Würde zu ermöglichen“, ergänzt er. Guterres erbittet zudem eine Baugenehmigung von der kenianischen Regierung für eine zusätzliche Flüchtlingssiedlung in Dadaab.

Josette Sheeran, Direktorin des WFP, betonte, sie sei tief bewegt, nachdem sie mit somalischen Frauen und Kindern gesprochen hätte, die vor dem Konflikt geflohen und traumatisiert in Kenia angekommen seien und nun auch noch Hunger und Mangel im Camp aushalten müssten. „Das Engagement der UN hier in Dadaab ist lebenswichtig. Nur so können wir die Flüchtlinge schützen und ihnen Essen und Unterkunft geben“, bekräftigte sie.

Die große Bevölkerungsdichte in Dadaab wirkt sich negativ auf das karge Gebiet aus. Vor allem die kostbare Ressource Wasser wird knapp. Auch im Bereich der Bodenerhaltung ist die Bevölkerung dieser Region auf ausländische Hilfe angewiesen. Um zu verhindern, dass in der Umgebung der Flüchtlingslager alles abgeholzt wird, haben die Flüchtlinge energiesparende Öfen erhalten, die weniger Brennmaterial verbrauchen.

Zudem leben viele Menschen auf engem Raum und da stellen mangelnde Hygiene und unzureichende Sanitäranlagen ein hohes Risiko für die Gesundheit dar. Teilweise werden Latrinen von bis zu 300 Menschen frequentiert. Frauen und Kinder sind besonders anfällig, wie Michelle Bachelet, die Direktorin der UN-Frauenorganisation UN Women weiß: „Die Frauen hier mussten nicht nur aus ihrer Heimat fliehen, sie sind zusätzlich noch von sexueller Gewalt bedroht. Daher müssen wir unser Möglichstes tun, um sie zu schützen und in die Gemeinschaft zu integrieren.“

Zusätzlich zu den ansteigenden Spannungen in den überfüllten Flüchtlingslagern sorgen sich die UN-Organisationen über die grundlegende Flüchtlingssituation in den nordafrikanischen Ländern. Man rechnet mit möglichen weiteren Flüchtlingen aus den umliegenden Staaten. In der Zukunft könnten daraus zusätzliche Spannungen in der Krisenregion entstehen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „UNHCR“, unhcr.de (Pressemitteilung)

Schlagwörter: Kenia, Flüchtlinge, Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager, Somalier, Dadaab, UNHCR, Welternährungsprogramm, Bürgerkrieg, Dürre, Wasser, Hygiene, Hunger, Mangel, UN-Delegation, Horn von Afrika, UN Women, Michelle Bachelet