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Afghanistan: Wo war die Bundeswehr, als der Mob gewaltätig wurde?

Meldung vom 07.04.2011

Sieben UN-Mitarbeiter kamen im afghanischen Masar-i-Scharif brutal ums Leben, als eine aufgebrachte Menschenmenge über sie herfiel. Hätten deutsche Soldaten den Mord verhindern können? Haben sie zu zögerlich eingegriffen? Die Bundesregierung setzt sich gegen die Vorwürfe zur Wehr.

Es traf vier nepalesische Wachmänner, die Norwegerin Siri Skare (53), einen Schweden und den Rumänen Filaret Motzco (43). Alle sieben waren UN-Mitarbeiter im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Alle sieben wurden am vergangenen Freitag Ziel eines wütenden Mobs, der das UN-Büro der Stadt stürmte. Grund für den Aufruhr war die Verbrennung eines Korans in den USA.

Das Bundeswehrlager liegt nur wenige Kilometer vom Unglücksgeschehen entfernt. Wie konnte die rasende Menschenmenge dort ungehindert acht Ausländer ermorden? Die Rechtfertigungsversuche sind widersprüchlich. Nach dem Massaker will die UN nun klären, warum ausländische Truppen nicht rechtzeitig zum Schutz der Ausländer eintrafen. Die Bundeswehr hat das Oberkommando über die Schutztruppe ISAF in Masar-i-Scharif.

Die deutsche ISAF-Führung behauptet, sie wäre nicht um Hilfe gebeten worden. „Nach jetzigem Kenntnisstand gab es, entgegen anderslautenden Presseverlautbarungen, keine Unterstützungsersuchen an den deutschen Regionalkommandeur Nord“, gab die Bundeswehr an.

Weder die UN-Mission in Afghanistan (Unama) noch Provinzgouverneur Mohammad Atta, die afghanische Armee, die Polizei „oder sonstige Sicherheitskräfte“ hätten Unterstützung angefordert. „Deutsche Kräfte wurden im Nachgang zur Sicherung und medizinischen Versorgung eingesetzt.“

Doch zu dem Verlauf des Aufruhrs gibt es widersprüchliche Angaben. Diplomaten sagten aus, ausländische Soldaten seien erst um 19.30 Uhr eingetroffen. Mehr als drei Stunden vorher habe der örtliche UN-Sicherheitsoffizier mit einem Anruf bei einem Kontakt im schwedischen Wiederaufbauteam (PRT) erstmals Truppen um Hilfe gebeten. Auch andere UN-Mitarbeiter, die sich in Schutzräume gerettet hatten, hätten SMS-Nachrichten an ihre Kontakte bei den Truppen gesandt.

Die Bundesregierung negiert eine mögliche deutsche Mitverantwortung: „Dieser Vorwurf ist nicht gerechtfertigt“, versichert der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, in Berlin. Die afghanischen Sicherheitskräfte hätten Unterstützungsangebote der internationalen Truppen abgelehnt. Paris fügte hinzu, dass ein Einsatz der Schutztruppe ISAF auch ohne Zustimmung der Afghanen denkbar gewesen wäre. Ein derartiges Vorgehen wäre für die weitere Entwicklung des Landes jedoch „sicherlich nicht förderlich“, da gerade jetzt die afghanischen Sicherheitsbeamten mehr Eigenverantwortung übernehmen wollen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Welt Online“, welt.de

Schlagwörter: Afghanistan, Mob, Menschenmenge, UN-Mitarbeiter, Gewaltorgie, Demonstranten, Masar-i-Scharif, Freitagsgebet, Hasspredigt, Koran, Koran-Verbrennung, Pastor, Terry Jones, Florida, UN-Büro, Bundeswehr, Sodaten, Kabul, Bundeswehr, Polizei, ISAF