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Südsudan: 30.000 Kinder fliehen aus Süd-Kordofan

Meldung vom 17.06.2011

In der Region Süd-Kordofan verschlechtert sich die Lage zunehmend. Mit Gewalt geht die nordsudanesische Armee gegen die dort lebende Bevölkerung vor. In den vergangenen Tagen haben dort mehr als 60.000 Menschen die Flucht ergriffen, die Hälfte von ihnen sind Kinder. Hilfsorganisationen wird nur eingeschränkt Zugang zu den betroffenen Kindern und ihren Familien gestattet.

Viele Familien in Süd-Kordofan haben ihre Häuser und all ihr Hab und Gut fluchtartig verlassen. Augenzeugen schildern, wie bedrohlich die Lage ausgeartet ist: Es werden Luftangriffe geflogen. Überall gibt es Gewehrfeuer, Plünderungen und Brände. Die Straßen sind verbarrikadiert, der Flughafen der Hauptstadt Südkordofans, Kadugli, wurde geschlossen.

In den vergangenen Wochen waren bereits zehntausende Menschen aus der benachbarten Region Abyei Region geflohen. Dort ist die Situation ähnlich. Wegen der bevorstehenden Unabhängigkeit des Südsudans haben sich viele Menschen aus dem Norden des Landes in den Süden aufgemacht, wo sie ursprünglich herkommen.

Hilfsorganisationen und die UN warnen jetzt: Tausende Mädchen und Jungen könnten auf der Flucht ihre Familien verlieren und Missbrauch und Gewalt ausgesetzt sein. Kinder ohne Eltern werden oft entführt, missbraucht oder als Kindersoldaten zwangsrekrutiert.

Zudem befürchtet das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) eine Nahrungsmittelkrise im Sudan. Inzwischen seien aufgrund der gewaltsamen Konflikte in der Region Süd-Kordofan über 25.000 Menschen auf der Flucht und benötigten dringend ausländische Hilfe, teilte die Organisation mit. Angesichts der lebensgefährlichen Situation habe das Welternährungsprogramm jedoch inzwischen fast alle Mitarbeiter aus der Region zurückbeordern müssen. Zudem sei der Zugang zu bestehenden UN-Nahrungsmittellagern in der Gegend blockiert. Es drohe eine weitere humanitäre Katastrophe.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Berliner Umschau“, berlinerumschau.de

Schlagwörter: Sudan, Front, Unabhängigkeit, 9. Juli, Abyei, ethnische Säuberungen, Süd-Kordofan, Kadugli, Nordsudanesische Armee, Kirchen, Ultimatum, UN, Flüchtlinge, Nahrungsmittelkrise, Plünderungen, Brände, Kinder, Welternährungsprogramm, Hunger, humanitäre Katastrophe