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Südsudan: Massengräber in Süd-Kordofan gefunden

Meldung vom 15.08.2011

Die Menschenrechts-Lage in den Nuba-Bergen in der sudanesischen Provinz Süd-Kordofan ist weiterhin Besorgnis erregend. Der dortige Bischof Andudu Adam Elnail hat sich an die Vereinten Nationen mit der Bitte gewandt, Beobachter dorthin zu schicken. Sie sollen prüfen, ob dort Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt werden. Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat diese Forderung bekräftigt.

„Wir Nuba fürchten, dass wir vergessen werden und die Welt untätig bleibt, während das Morden in den Nuba-Bergen unvermindert anhält“, befürchtet der anglikanische Bischof, der in Kadugli, der bedeutendsten Stadt der Nuba-Berge lebt. Er bezeugte, dass Christen in seiner Diözese Massengräber entdeckt hätten und viele Zivilisten bei Razzien sudanesischer Soldaten in ihren Häusern ermordet worden seien. Das alles geschieht, ohne dass die Weltöffentlichkeit davon etwas mitbekommt.

Seit Ausbruch der Kämpfe in Süd-Kordofan am 5. Juni 2011 mussten bis zu 200.000 Menschen vor dem Morden und der Gewalt der sudanesischen Soldaten fliehen, so die GfbV. Willkürlich seien Dörfer und Städte bombardiert, Häuser und Kirchen geplündert und in Flammen gesetzt worden.

„Dringend muss der Weltsicherheitsrat einen sofortigen Waffenstillstand verlangen und die Entsendung von Menschenrechtsbeobachtern beschließen“, verlangte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Das Gremium hatte sich am 9. August mit der Situation in den Nuba-Bergen auseinander gesetzt, konnte sich jedoch nicht auf eine gemeinsame Resolution einigen. China, Russland, Indien und der Libanon hatten die Forderung nach einem Waffenstillstand zurückgewiesen, mit der Begründung, die Menschenrechtsverletzungen seien nicht beweisbar, da sie nur von Menschenrechtsorganisationen beanstandet worden seien.

„Wenn führende Vertreter christlicher Kirchen aus den Nuba-Bergen seit Wochen über massive Menschenrechtsverletzungen berichten, dann müssen dies auch endlich alle Mitglieder des Weltsicherheitsrates zur Kenntnis nehmen“, bemängelte Delius. „Die internationale Gemeinschaft muss den Krieg in den Nuba-Bergen stoppen, ansonsten droht eine Ausweitung der Kämpfe auf andere Regionen.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Entwicklungspolitik Online“, epo.de

Schlagwörter: Sudan, Massengräber, Christen, Süd-Kordofan, Gesellschaft für bedrohte Völker, Waffenstillstand, Nuba-Berge, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Menschenrechte, Plünderung, Bombardierung, christliche Kirche