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Afghanistan: Schwarzer Tag für die ISAF – 17 Tote bei Anschlag

Meldung vom 31.10.2011

Es war einer der folgenschwersten Anschläge auf die NATO in den letzten zehn Jahren: Am Samstag, den 29. Oktober, kamen in Kabul mindestens 17 Menschen ums Leben, als ein Selbstmordattentäter mit hohem Tempo ein Auto voll Sprengstoff in einen schwer gepanzerten Militärbus fuhr.

Vier amerikanische und ein kanadischer Soldat befinden sich unter den Opfern. Auch acht zivile US-Mitarbeiter der internationalen Schutztruppe wurden mit in den Tod gerissen, ebenso wie ein afghanischer Polizist und drei afghanische Zivilisten.

Der NATO-Bus fuhr in einem hoch gesicherten Konvoi auf der belebten Straße nahe dem zerstörten Darulaman-Palast, der früheren Königsresidenz, als sich der Anschlag ereignete. Die Explosion war so heftig, dass sie das gepanzerte Großfahrzeug förmlich in Einzelteile zerriss. Die aufständischen Taliban zeigten sich verantwortlich für die Tat.

Der Anschlag beweist erneut, dass die Aufständischen bislang nicht so unterlegen sind, dass sie nicht gut vorbereitete Operationen gegen die westliche Militärallianz vornehmen könnten. Und er lässt Zweifel an der Behauptung des Pentagons aufkommen, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan in den vergangenen sechs Monaten deutlich stabilisiert hätte.

Das Pentagon gab vor wenigen Tagen einen Bericht heraus, wonach die Zahl der Anschläge im Land gesunken sei. Doch wie die NATO zugeben muss, töten und verletzten die Taliban gleichzeitig mehr Zivilisten – das gelingt ihnen zumeist mit einfachen und billig herzustellenden Bodenminen.

Die International Crisis Group, ein unabhängiger Analysedienst, kommt anders als das US-Verteidigungsministerium zu dem Ergebnis, dass die Gewalt in Afghanistan wächst. „Die Zeit läuft aus, wenn die internationale Gemeinschaft bis Ende 2014 die Kontrolle an Kabul übergibt. Und es ist unwahrscheinlich, dass viele der Hauptziele bis dahin erreicht worden sind.“

Die NATO wurde auch in anderen Teilen Afghanistans angegriffen: Am gleichen Tag wurden drei australische Soldaten in der Provinz Uruzgan umgebracht, als ein afghanischer Soldat bei einem gemeinsamen Training die Schusswaffe auf die westlichen Truppen richtete. In der Provinz Kunar, im Süden, zündete eine junge Selbstmordattentäterin vor einem Gebäude des afghanischen Geheimdienstes einen Sprengsatz und verletzte zahlreiche Menschen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Tagesanzeiger“, tagesanzeiger.ch

Schlagwörter: Afghanistan, Attentat, 17 Tote, NATO-Bus, Militärbus, Sprengstoff, Selbstmordattentat, Pentagon, Bodenminen, Taliban, Anschlag, Kabul, Abzug, NATO, ISAF