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Global: Iran droht mit Blockade des Persischen Golfs

 
Meldung vom 02.01.2012

Der Iran steigert seine Drohgebärden. Nun will das Land bei einem Seemanöver im Persischen Golf mehrere Langstreckenraketen abfeuern. Die Raketen haben eine Reichweite, mittels derer sie leicht wichtige US-Stützpunkte in der Golf-Region und in Afghanistan treffen könnten.

Nach der Drohung, Öltransporte nicht mehr durch den Persischen Golf passieren zu lassen, hat der Iran nun Manöver mit „Langstreckenraketen“ in dem strategisch wichtigen Seegebiet vorausgesagt. „Samstagmorgen wird die iranische Marine einige ihrer Langstreckenraketen im Persischen Golf testen“, erklärte der stellvertretende Befehlshaber der Marine, Admiral Mahmud Mussavi.

Die Raketentests sind Teil eines Großmanövers der iranischen Streitkräfte in dem Seegebiet, das vor einer Woche begonnen hatte. Die bis zum 2. Januar laufenden Übungen sollen nach Mussavis Worten nun in ihre wichtigste Phase münden. Ziel sei es, die iranische Marine auf eine kriegsähnliche Situation einzustellen.

Drohgebärden aus Teheran und Washington flankieren das Manöver. Trotz Warnungen aus den USA, eine Behinderung des freien Seeverkehrs werde nicht akzeptiert, stellte der Iran eine Blockade der Straße von Hormus in Aussicht. Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi hatte damit provoziert, kein Tropfen Öl dürfe mehr durch die Meerenge gelangen, falls der Westen die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen ausweite.

Der Vizechef der iranischen Revolutionsgarden, General Hossein Salami, hatte gedroht: „Wann immer die iranischen Interessen auf dem Spiel stehen, werden wir entschlossen antworten.“ Die USA seien nicht in der Position, dem Land Vorschriften zu machen.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich bisher aus dem verbalen Machtkampf herausgehalten. Auch das iranische Verteidigungs- und das Außenministerium äußerten sich bisher nicht. Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast hatte in der vergangenen Woche noch die Absicht einer Blockade der Straße von Hormus negiert. Das sei gegenwärtig nicht in Planung.

Durch das Nadelöhr transportieren Tanker nach unterschiedlichen Quellen bis zu 40 Prozent des weltweit auf Schiffen verladenen Öls – unter anderem nach Westeuropa und in die USA. Am Ölmarkt wird die Entwicklung deshalb angespannt beobachtet. Dass die Situation aber eskalieren könnte, glauben die Ölexperten nicht; die Ölpreise haben sich bisher nur mäßig erhöht.

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben am Persischen Golf Militärstützpunkte errichtet. Die US-Marine macht auf ihre „robuste Präsenz“ in der Region aufmerksam und erklärt, sie werde eine Blockade des freien Seeverkehrs nicht gestatten. Die mit den USA verbündeten arabischen Golfstaaten kümmern sich derzeit um ihre Aufrüstung. Saudi-Arabien verständigte sich mit den USA über die Lieferung von 84 Kampfflugzeugen des Typs F-15 und die Modernisierung von 70 weiteren Kampfjets.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Persischer Golf, Stützpunkte, Golf-Region, Seeverkehr, USA, Langstreckenraketen, Iran, Öl, Öltransport, Ölfrachter, Aufrüstung, Saudi-Arabien, Straße von Hormus, Tanker, Mahmud Ahmadinedschad, US-Marine, Manöver, Ölmarkt, Ölpreise