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Somalia: Radiomoderator ermordet

Meldung vom 03.08.2012

In Mogadischu wurde ein Radiomoderator erschossen. Er war ein Komödiant, der Islamisten anschwärzte. Das Attentat wurde verübt kurz bevor die neue Verfassung verabschiedet wurde.

Unbekannte erschossen Abdi Jeylani Malaq Marshale am späten Dienstag, den 31.07.2012, kurz nachdem er aus seinem Büro beim Radiosender Kulmiye in der Hauptstadt Mogadischu gegangen war. Für seinen Radiokollegen Yusuf Keynan war es ein „schwarzer Tag“.

Marshale machte in seinen Radioshows gerne Späße über die islamistischen Schabaab-Milizen Somalias. Er war aktiv in Jugendinitiativen und arbeitete auch beim somalischen Exilsender Universal TV in London. „Zwei Männer schossen auf Marshale und verletzten ihn schwer; später wurde er für tot erklärt“, meldete ein Polizist. Die Schüsse trafen ihn an der Schulter und im Kopf.

Somalia gehört zu den gefährlichsten Länder für Medien weltweit. Durchschnittlich einmal im Monat wird ein Journalist umgebracht. Die Zustände werden sicherlich noch lange so anhalten. Der Mord fand statt, kurz bevor eine verfassungsgebende Versammlung in Mogadischu die neue Verfassung verabschiedete, die die Basis für eine neue politische Ordnung legen soll. Doch wird dies am Alltag der Somalier noch nicht so schnell etwas ändern.

Erst soll eine Versammlung traditioneller Führer ein neues Parlament zusammensetzen, das einen Präsidenten bestimmt. Dann soll ein Premier nominiert werden, der eine neue Regierung bildet. Die kann dann vier Jahre lang an der Macht sein. In dieser Zeit ist die neue Übergangsverfassung noch flexibel für Veränderungen, bevor sie dem Volk vorgelegt wird – sofern die Friedensbemühungen in Somalia in dieser Zeit erfolgreich bleiben.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Somalia, Anschlag, Radio, Radiomoderator, Mord, Mogadischu, Verfassung, Abdi Jeylani Malaq Marshale, Medien, Presse, Al-Schabaab, Journalist, Pressefreiheit, Parlament, verfassungsgebende Versammlung