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Afghanistan: Langsame Heimkehr – Hunderte Kunstschätze zurück

Meldung vom 07.08.2012

Das Museum in Kabul hat mehr als 800 gestohlene Kunstobjekte zurückerhalten. Während des Bürgerkriegs und unter den Taliban war das Haus immer wieder bestohlen worden. Die Schätze sollen die Afghanen mental wieder ermutigen, ihre nationale Identität stärken und an die vormals reiche Kultur ihres Landes erinnern.

Die Kostbarkeiten haben eine lange Heimreise hinter sich, jetzt sind sie angekommen in ihrer Heimat Afghanistan. Das Nationalmuseum in Kabul nahm am Sonntag, den 05.08.2012, mehr als 800 gestohlene Kunstschätze entgegen. Das britische Verteidigungsministerium und das Britische Museum in London hätten die Afghanen dabei unterstützt, die Objekte wiederzufinden.

Zu den Höhepunkten der Artefakte gehören Elfenbeinschnitzereien und ein rund 1.800 Jahre alter Buddha aus Stein. „Er wurde in Japan entdeckt“, erklärte der Kurator Fahim Rahimi. Ein anonymer privater Gönner habe die Statue für das Museum zurück erstanden.

Viele der Objekte waren während des Bürgerkriegs und der Machtergreifung der Taliban in den neunziger Jahren geplündert und auf den Schwarzmarkt geworfen worden. Manche konfiszierten die Londoner Polizei oder die britischen Zollbeamten. Andere landeten in Privatsammlungen und wurden zurückgekauft.

Kurator Rahimi machte aus der Öffnung der drei großen Metallkisten, in denen die Kunstschätze verstaut waren, eine kleine Zeremonie. „Ich bin glücklich als Afghane, dass wir all diese Stücke wiederhaben, die so wichtig für unsere Geschichte und Kultur sind“, betonte er. Sein Land habe die Kunstschätze dringend nötig, damit die Afghanen einen Bezug zu ihrer Vergangenheit und Identität haben können.

Das Nationalmuseum in Kabul wurde 1930 ins Leben gerufen und unter den Taliban immer wieder bestohlen. Die radikalislamischen Herrscher sprengten 2001 auch zwei gigantische Buddha-Statuen im Hochtal von Bamiyan. Deutsche Wissenschaftler haben ihre Unterstützung angeboten, die beiden Unikate des Weltkulturerbes zu restaurieren.

Das Museum in Kabul empfängt seit 2004, nach seiner Sanierung, wieder Besucher. Vor fünf Jahren wurden ihm bereits 1.500 Objekte zurückgegeben, die in ein Schweizer Museum vor den Taliban in Sicherheit gebracht worden waren.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Afghanistan, Kunstschätze, Artefakte, Nationalmuseum, Kabul, Kunstobjekte, Vergangenheit, Kunst, Buddha, Elfenbeinschnitzereien, Weltkulturerbe, Taliban, Schwarzmarkt, Gönner, Bürgerkrieg, Plünderung, Diebstahl