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Indien: Mutmaßliche Vergewaltiger von Augenzeuge identifiziert

Meldung vom 06.02.2013

Bei dem am Dienstag, den 05.02.2013, eröffneten Gerichtsverfahren um eine Gruppenvergewaltigung an einer jungen indischen Studentin hat ihr Begleiter die Angeklagten vor Gericht identifiziert. Der 28-Jährige ist der einzige Augenzeuge des Verbrechens.

Sein Vater teilte am Rande des Prozessauftakts mit, sein Sohn habe die fünf mutmaßlichen Täter wiedererkannt. Den Angeklagten werden unter anderem Mord, Gruppenvergewaltigung, Entführung und Vernichtung von Beweisen vorgeworfen. Auf sie kann die Todesstrafe zukommen. Das Verfahren wird vor einem Schnellgericht in Neu Delhi unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt, Anwälte informierten die Medien.

Der Hauptzeuge habe am Dienstag außerdem den von der Polizei beschlagnahmten Bus als Tatfahrzeug wiedererkannt, hieß es aus Kreisen der Verteidigung. Er habe zudem Gegenstände wie Geldbörse und Kreditkarten identifiziert, die ihm bei der Tat entrissen wurden. Der Software-Ingenieur konnte wegen seiner Verletzungen nur im Rollstuhl vor Gericht erscheinen.

Die fünf erwachsenen Angeklagten plädierten im Vorverfahren auf unschuldig. Und das, obwohl die Männer – ein Busfahrer und dessen Bruder, ein Obsthändler, ein Fitnessstudio-Trainer und ein Putzmann – das Verbrechen bei der Polizei kurz nach ihrer Festnahme gestanden hatten.

Die Männer unternahmen am 16. Dezember angetrunken eine „Vergnügungsfahrt“ mit dem Privatbus und schauten sich nach einem Mädchen um, wie es in dem Polizeibericht an das Gericht heißt. Nach der Gruppenvergewaltigung hatten die Beschuldigten eigentlich vor, die Opfer mit dem Bus zu überrollen, um nicht von ihnen angezeigt zu werden. Die Verteidigung warf der Polizei vor, die Geständnisse unter Folter erzwungen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft gibt an, über erdrückende Beweise zu verfügen. So sollen Ermittler unter anderem Blutspuren des Opfers auf der Kleidung der Männer analysiert haben. Die Anklage will mehr als 80 Zeugen verhören. Der Prozess soll mit dem Verhör des Hauptzeugen durch die Verteidigung weitergehen.

Wann ein rechtskräftiges Urteil zustande kommt, ist nicht abzusehen. Gegen eine Entscheidung des Schnellgerichts können die Männer Berufung einlegen. Sollten sie die Todesstrafe erhalten, können sie ein Gnadengesuch beim Präsidenten stellen. Zuletzt war in Indien im vergangenen November der letzte überlebende Angreifer der Terrorserie von Mumbai per Strang hingerichtet worden. Zwischen der Tat und der Hinrichtung lagen etwa vier Jahre.

Unmittelbar vor Beginn des Prozesses hatte die indische Regierung die Strafen für sexuelle Gewalttäter erhöht. Nach einer Rechtsverordnung können Vergewaltiger nun in besonders schweren Fällen mit der Todesstrafe rechnen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Welt Online“, welt.de

Schlagwörter: Indien, Gruppenvergewaltigung, Gericht, Gerichtsverfahren, Augenzeuge, Studentin, Software-Ingenieur, Todesstrafe, Täter, Vergewaltiger, Geständnis, Folter, Polizei, Hinrichtung, Bus, Tatfahrzeug, Aussage, Beweise, Neu Delhi, Mord