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Südafrika: BRICS-Staaten – Eigene Entwicklungsbank muss warten

Meldung vom 28.03.2013

In Durban, Südafrika, hat der fünfte Gipfel der BRICS-Staaten stattgefunden. Man ging mit großen Erwartungen in die Verhandlungen, das Gipfeltreffen der aufstrebenden Schwellenländer sollte konkrete Ergebnisse im Streben nach mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit vom Westen erzielen. Aber die BRICS-Staaten konnten in Bezug auf ihre Hauptanliegen keine Einigung finden. China und Brasilien dagegen haben sich am Rande der Konferenz auf ein Abkommen einigen können, das sie unabhängiger vom Dollar macht.

Überraschend konnten sich die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Durban am Mittwoch (27.03.2013) doch nicht über Standort, Stimmenanteile und Kapital-Ausstattung der geplanten gemeinsamen Entwicklungsbank verständigen.

„Wir haben beschlossen, formelle Verhandlungen zur Gründung einer BRICS-geführten Entwicklungsbank aufzunehmen“, erklärte Südafrikas Präsident Jacob Zuma zum Abschluss der zweitägigen Konferenz. Damit wird die Bankgründung, die schon seit einem Jahr ins Auge gefasst wird, weiter verzögert. Eine solche Bank wäre der südafrikanischen Regierung zufolge die erste offizielle BRICS-Institution. Südafrikas Finanzminister Pravin Gordhan wertete den Gipfel dennoch als einen „phänomenalen Fortschritt“, eine solche Bank könne nicht „über Nacht“ ins Leben gerufen werden.

Russlands Finanzminister Anton Siluanow hatte nach der Sitzung mit seinen BRICS-Amtskollegen von Unstimmigkeiten über die Details der Bankgründung gesprochen. Ziel der Bank, die mit einem Kapital von 50 Milliarden Dollar (39 Milliarden Euro) beginnen sollte, ist die Finanzierung vor allem von Infrastrukturprojekten in den Entwicklungsländern.

Die Gründung einer Entwicklungsbank, einer eigenen Finanzratingagentur sowie Pläne für einen BRICS-Antikrisenfonds in Höhe von 100 Milliarden Dollar sollten im Fokus des aktuellen Gipfels der Gruppe der aufstrebenden Schwellenländer stehen. Einstimmig befürwortet wurde nach südafrikanischen Angaben zwar die Schaffung des Antikrisenfonds; aber auch hier wurde die Entscheidung aufgeschoben. Vor allem die Bank und der Fonds sollen das Monopol des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank aufbrechen. Beide Einrichtungen gelten bei den BRICS-Staaten oft als zu westlich dominiert.

Zuma begrüßte die zahlreichen Schritte hin zu einer weiteren Verstärkung der Zusammenarbeit und den wichtigeren Stellenwert des afrikanischen Kontinents. Die Gipfelteilnehmer hatten mehrere multi- und bilaterale Vereinbarungen getroffen sowie die Gründung eines BRICS-Wirtschaftsrats beschlossen.

China und Brasilien signierten am Rande des Gipfels ein Abkommen, das sie unabhängiger vom Dollar machen soll. Im bilateralen Handel werden demnach bis zu einem Volumen von 30 Milliarden Dollar die eigenen Währungen Yuan und Real als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Regelung soll zunächst drei Jahre währen. Dies wird als ein wichtiger Schritt gewertet, um besser gegen „Turbulenzen an den Finanzmärkten gewappnet zu sein“, betonte der brasilianische Notenbankchef Alexandre Tombini. Chinas und Brasiliens Handelsvolumen belief sich 2012 etwa auf 75 Milliarden Dollar.




Quelle: „Schwarzwälder Bote“, www.schwarzwaelder-bote.de

Schlagwörter: Südafrika, BRICS, BRICS-Staaten, Gipfel, Durban, Entwicklungsbank, Antikrisenfonds, Bankgründung, Internationaler Währungsfonds, Weltbank, Schwellenländer, China, Indien, Brasilien, Russland, Wirtschaft, Handel