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Afghanistan: US-Diplomatin stirbt bei Taliban-Anschlag

 
Meldung vom 08.04.2013

Eine junge US-Diplomatin starb bei einem Taliban-Angriff. Noch vor Kurzem war sie mit US-Außenminister John Kerry bei dessen Besuch in Kabul unterwegs – nun ist Anne Smedinghoff tot. Die junge Diplomatin kam bei einem Selbstmordattentat ums Leben. Mit ihr wurden vier weitere Amerikaner und ein afghanischer Arzt in den Tod gerissen.

Auch zwei Soldaten und drei Zivilisten starben bei dem Anschlag. Unter den Toten befindet sich nach Angaben des US-Außenministeriums auch die junge Diplomatin Anne Smedinghoff, die kürzlich beim Besuch des US-Außenministers John Kerry als engste Beraterin des Politikers tätig war.

Smedinghoff war am Samstag (06.04.2013) mit Soldaten, Diplomaten und afghanischen Offiziellen unterwegs zu einer Schuleröffnung in der Unruheprovinz Zabul im Süden Afghanistans. Nach bisherigen Angaben der lokalen Behörden hatte auf einer vielbefahrenen Straße ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz gezündet, als der Konvoi mit den Ausländern und dem afghanischen Gouverneur vorbeifuhr.

Die Taliban zeigten sich umgehend für den Anschlag verantwortlich, einem der schwersten auf ausländische Soldaten und Helfer. In der kruden Propagandasprache der Radikalislamisten brüstete sich ein Sprecher, durch Gottes Hilfe habe man einen schweren Schlag gegen die Ausländer und die afghanische Regierung ausführen können. Der afghanische Gouverneur kam bei der Attacke nicht zu Schaden.

Der Tod der jungen Diplomatin Anne Smedinghoff sorgte im Außenministerium für große Betroffenheit. Kerry sprach den Eltern der US-Beamtin persönlich sein Beileid aus und sprach öffentlich von einem großen Verlust. „Sie war so, wie unsere besten Diplomaten sein sollten – klug, immer bereit und tief verbunden mit unserem Land und den Afghanen, denen wir helfen wollen.“ Smedinghoff, meinte Kerry, habe ihr Leben für die vielen jungen Afghanen hingegeben, die eine Chance auf eine bessere Zukunft verdienten.

Die Familie der Diplomatin gab in der Nacht eine berührende Erklärung bekannt. Die Welt habe eine „wahrhaft schöne Seele verloren“, so das ins Netz gestellte Schreiben. Ihre Tochter habe den jungen Afghanen im Süden des Landes nur Bücher bringen wollen, damit diese eine Chance zur besseren Ausbildung erhalten können. „Sie hat immer versucht, die Menschen zu erreichen und Fortschritt zu erreichen in diesem vom Krieg gebeutelten Land“, meinten die Eltern, „du hast uns zu früh verlassen und wir werden dich immer vermissen.“ Smedinghoff war seit dem Sommer 2012 an der Botschaft in Kabul tätig und hatte davor in Venezuela einen Auslandeinsatz im Auswärtigen Amt.

Der Anschlag und eine weitere Attacke auf einen US-Zivilisten im Osten des Landes demonstrieren auf grausame Weise, wie das Jahr 2013 in Afghanistan weiter aussehen könnte. Obwohl die internationalen Truppen und auch die Bundeswehr im Norden Afghanistans die Zahl der eingesetzten Soldaten bereits massiv verringern, gehen Militärs und Diplomaten auch für diesen Sommer von heftigen Auseinandersetzungen mit den Aufständischen aus den Reihen der Taliban und diversen anderen Gruppen in Afghanistan aus.

Zuletzt waren die Taliban mit ihren Attacken auf afghanische Soldaten aus. Die ausländischen Truppen bleiben aber unverändert Ziel ihrer Angriffe. Im Laufe des Jahres 2013 werden sie ihre Präsenz in Afghanistan bereits deutlich verringern, überall im Land werden kleine Basen aufgegeben, dort sollen dann die Afghanen die Kontrolle übernehmen. Ende 2014 sollen schließlich gar keine Kampfsoldaten der NATO mehr in Afghanistan im Einsatz sein, allerdings beginnt dann eine gemeinsame Ausbildungsmission für die afghanische Armee.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Junge US-Diplomatin stirbt bei Taliban-Anschlag




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Afghanistan, Anschlag, Diplomatin, US-Diplomatin, Selbstmordattentat, Anne Smedinghoff, US-Außenminister, John Kerry, Sprengsatz, Bombe, USA, Abzug, NATO, ISAF, Kabul, Taliban