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Äthiopien: Medien-Tagung in der Kritik

Meldung vom 06.08.2013

Die Entscheidung der Afrikanischen Medieninitiative AMI, ihr im Jahresrhythmus stattfindendes African Media Leaders Meeting (AMLF) ausgerechnet in Äthiopien zu veranstalten, ist verbreitet auf Kritik gestoßen. Das ostafrikanische Land ist dafür bekannt, einen äußerst repressiven Umgang mit kritischen Journalisten zu pflegen.

In einem Gastkommentar für die New York Times berichtete Eskinder Nega, einer der bekanntesten Journalisten Äthiopiens, vor Kurzem von den üblichen Haftbedingungen in den Gefängnissen des Landes. Wegen eines regierungskritischen Artikels sitzt Nega seit September 2011 eine 18-jährige Haftstrafe ab.

Falls der Austragungsort bewusst wegen der problematischen Situation gewählt worden sei, so Christoph Dreyer, Pressereferent von Reporter ohne Grenzen, dann müsse auch die Möglichkeit genutzt werden, die Missstände offen anzusprechen. Unter den gegebenen Umständen sei das allerdings kaum vorstellbar. Mit restriktiven Anti-Terror-Gesetzen werde in Äthiopien versucht, Journalisten mundtot zu machen.

Kritik am Austragungsort kommt nicht allein von äthiopischen Exil-Journalisten. Auch das Committee to Protect Journalists (CPJ) mit Sitz in New York bemängelt die Entscheidung und hat sich aus diesem Grund mit der AMI getroffen. Diese will jedoch von ihrem Vorhaben nicht abrücken. Folglich werden in der Hauptstadt Addis Abeba vom 6. bis 8. November die führenden Köpfe der afrikanischen Medien zu Austausch und Gespräch zusammen kommen, während nur wenige Kilometer weiter Journalisten in den Gefängnissen „dahinsiechen“, so die Formulierung von Ian Birrell, Redakteur des Guardian, in einem aktuellen Artikel.

Birrell übt ebenfalls harsche Kritik an der AMI, fordert aber auch von den Eigentümern der Medienhäuser stärkeren Einsatz für freie Berichterstattung. Zu allem Überfluss erhält die NGO in Großbritannien staatlicherseits Gelder aus dem Entwicklungshilfe-Etat. Auf der Pressefreiheits-Rangliste von Reporter ohne Grenzen nimmt Äthiopien einen ausgesprochen schlechten 137. Platz von insgesamt 179 ein. Das Land ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 Plätze zurück gefallen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „pressetext.com“

Schlagwörter: Äthiopien Medien, Afrikanische Medieninitiative, African Media Leaders Meeting, Journalismus, New York Times, Eskinder Nega, Haftbedingungen, Gefängnis, regierungskritisch, Haftstrafe, Christoph Dreyer, Reporter ohne Grenzen, Anti-Terror-Gesetz, Exil, Committee to Protect Journalists, New York, Addis Abeba, Hauptstadt, Ian Birrell, The Guardian, NGO, Großbritannien, Entwicklungshilfe, Etat, Pressefreiheit